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38 Gedichte und kurze Prosatexte huldigen einer Weltsicht, die man - je nach Standpunkt - als pessimistisch oder realistisch einstufen kann. "Ihr Abendländer, die ihr leben wollt, / Dies ist euer Endspiel", hebt Houellebecq an und verrät: "Ich weiß, das Ende wird traurig sein." Wie dieses nach der Vorstellung des Autors, der den eigenen Verfall mit jenem der Menschheit gleichsetzt und dabei die ewigen Themen wie Liebe, Alter und Tod gekonnt variiert, aussehen wird, lässt er am Ende des Bandes wissen: "Das Bild des Todes wächst mit den Sekunden, / Deren eintöniges Ticken in der Leere widerhallt, / Sein lepröses Gesicht verwandelt sich in ein gieriges Maul, / Meine Worte verwandeln sich in abscheuliche Schreie. // Und so scheide ich von der Welt."
(S E R V I C E - Michel Houellebecq: "Der stets verlorene Kampf", Deutsch von Stephan Kleiner, zweisprachige Ausgabe, DuMont, 112 Seiten, 24,70 Euro, ISBN 978-3-7558-0114-6)
