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Im auch mit Unterstützung des Landes entstandenen Dream-Wasserbaulabor in Wien wird unter der Leitung von Helmut Habersack von der Universität für Bodenkultur Wien (Boku) geforscht. Möglich sind dort praxisnahe Modellversuche im Maßstab 1:1. Hervorgegangen seien Erkenntnisse in den Bereichen Hochwasserschutz, sichere Schifffahrt, nachhaltige Nutzung der Wasserkraft sowie für die ökologische Entwicklung der Flüsse, hielt Pernkopf in einer Aussendung anlässlich eines Pressetermins am Donnerstag fest.
In einem zweiten Projekt forscht Gertrud Haidvogl vom Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement der Boku unter Einbindung von rund 100 Personen aus der lokalen Bevölkerung an der Dokumentation historischer Hochwässer. Derzeit befindet sich das Citizen-Science-Projekt in der Abschlussphase der Datenerhebung, die bis Ende des Jahres beendet sein soll. 2027 soll mit der wissenschaftlichen Auswertung begonnen werden.
An der Karl-Landsteiner-Privatuniversität in Krems wiederum widmet sich Claudia Kolm Fragen, wie Krankheitserreger und Antibiotikaresistenzen erkannt werden können oder wie man die Wasserqualität langfristig sichern kann. Gegründet wurde dafür ein eigener Fachbereich zu Wasserqualität und Gesundheit.
Weiter ausgebaut werden in Niederösterreich auch die konkreten Hochwasserschutzprojekte. Seit 2024 wurden 35 Vorhaben umgesetzt und 37 neu begonnen, in den nächsten zwei Jahren werden 32 weitere Projekte um 160 Millionen Euro gestartet. "Wir müssen den Tropfen dort halten, wo er fällt und unseren Gewässern wieder mehr Platz geben. Ein Drittel der Hochwasserschutz-Mittel fließt daher in Wasserrückhalt und Renaturierung", skizzierte Pernkopf weiters.
Im Bereich Trinkwasser seien 200 Projekte im Bau, 300 weitere in der Pipeline. 100 Trink- und Regenwasserpläne in den Gemeinden seien zudem bereits umgesetzt oder in Ausarbeitung.
