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Ungewöhnlich an der aktuellen Situation sei der Zeitpunkt, denn Niedrigwasser trete in den meisten Fällen erst im Spätsommer oder Herbst auf, so das Ministerium unter Verweis auf Fachleute. "Was wir hier beobachten, ist keine Ausnahmeerscheinung, sondern Teil einer längerfristigen Entwicklung. Extreme Niederwasserperioden werden im Zuge des Klimawandels häufiger auftreten - und teils auch viel früher im Sommer, wie wir es gerade erleben", sagte dazu Hydrologe Helmut Habersack von der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien laut Aussendung.
Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) sieht es vor diesem Hintergrund als seine Aufgabe "mit Weitblick zu investieren, statt zuzuwarten". Jährlich würden daher 30 Millionen Euro in den Erhalt der Wasserstraße Donau investiert. "Wir haben aus den Erfahrungen von 2003 und 2018 gelernt. Unsere Instandhaltung ist heute noch vorausschauender und datenbasierter als je zuvor", sagte der Geschäftsführer des staatlichen Wasserstraßenbetreibers viadonau, Hans-Peter Hasenbichler, laut Aussendung.
Durch den niedrigen Wasserpegel können Güterschiffe derzeit nicht voll beladen werden, wodurch die Verlagerung der Transporte auf Straße und Schiene verhältnismäßig günstiger ist. Schwierigkeiten bereiten die Pegelstände auch Kreuzfahrtschiffen, Fahrten sind nur eingeschränkt oder gar nicht möglich. Für 2026 sei somit auch mit einem Rückgang der Fahrgastzahlen zu rechnen, so das Ministerium.
Um die Fahrwassertiefe an Seichtstellen bei Niedrigwasser zu sichern, testet viadonau derzeit sogenannte "flexible Infrastruktur". Transportschuten werden dabei mit Kies beladen und seitlich außerhalb der Fahrrinne so positioniert, dass Wasser gezielt nach innen gedrückt wird. Vergleichbare Pilotversuche laufen parallel auch in Kroatien, Rumänien und Bulgarien.
