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Die Untersuchung fand bei der indigenen Bevölkerung der Tsimane im bolivianischen Amazonasgebiet statt. Die Auswertung der Urinproben zeigte, dass der Oxytocin-Spiegel nach Spielen gegen bekannte Rivalen am stärksten anstieg. Bei Begegnungen zwischen Teams aus unterschiedlichen Gemeinschaften der Tsimane war der Anstieg geringer. Gegen Mannschaften, die nicht den Tsimane angehörten, war der Wert hingegen wieder deutlich höher.
Ein zentrales Ergebnis der Studie war, dass der Anstieg der Oxytocinwerte ausschließlich bei Männern zu beobachten war. Bei den teilnehmenden Fußballspielerinnen wurde kein signifikanter Anstieg festgestellt. Die Studienleiterin Charlotte Debras nannte dafür mehrere mögliche Gründe. So könnten Frauen aufgrund höherer Ausgangswerte - viele stillten ihre Kinder - geringere Veränderungen aufweisen, die schwerer zu messen seien. Zudem habe der Fußballsport für sie möglicherweise eine geringere soziale Bedeutung.
Eine weitere Erklärung bietet laut den Forscherinnen und Forschern die "Male-Warrior-Hypothese". Diese besagt, dass Männer evolutionär bedingt stärker in Gruppenwettbewerbe eingebunden sind. Die Resultate deuten laut den Autoren darauf hin, dass Oxytocin bei Männern das Verhalten in Konkurrenzsituationen koordiniert, die sowohl Kooperation im Team als auch Konkurrenz gegen außen erfordern.






