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Kimi K3.1 Pro: Neues KI-Modell aus China liegt laut Hersteller fast gleichauf mit Claude

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Laptop-Bildschirm mit farbig markiertem Programmcode
Foto:©Unsplash/Mohammad Rahmani

Das chinesische KI-Unternehmen Moonshot AI hat mit Kimi K3.1 Pro sein bisher leistungsfähigstes offenes Modell vorgestellt. In eigenen Tests liegt es beim Programmieren knapp hinter Claude Opus 5.5 und vor GPT-6 Astra. Die Modellgewichte sollen bis Anfang November frei verfügbar sein.

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Was Moonshot AI vorgestellt hat

Das chinesische KI-Unternehmen Moonshot AI hat Kimi K3.1 Pro veröffentlicht. Es ist das erste Modell einer neuen Reihe und eine nachtrainierte Version des Vorgängers Kimi K3. Moonshot bezeichnet es als sein bisher leistungsfähigstes Modell mit offenen Gewichten in der Größenklasse von rund drei Billionen Parametern. Parallel erscheint eine Variante namens K3.1 Pro Highspeed, die laut Unternehmen zwei- bis dreimal so schnell arbeitet.

Das Modell kann bis zu eine Million Token auf einmal verarbeiten, also sehr lange Dokumente oder große Mengen Programmcode. Es ist über die Website und die Apps von Kimi, die Programmierumgebung Kimi Code und die Programmierschnittstelle des Unternehmens verfügbar. Die vollständigen Modellgewichte will Moonshot bis 4. November veröffentlichen. Damit können Unternehmen und Forschende das Modell dann auch auf eigenen Rechnern betreiben und anpassen.

Wie das Modell in Tests abschneidet

Die Testergebnisse stammen von Moonshot selbst und sind bisher nicht unabhängig überprüft. Im Benchmark Terminal-Bench 4.0, der das selbstständige Arbeiten eines KI-Systems in der Kommandozeile prüft, erreicht K3.1 Pro demnach 65,7 Prozent. Claude Opus 5.5 von Anthropic liegt mit 66,4 Prozent knapp davor, GPT-6 Astra von OpenAI mit 58,2 Prozent deutlich dahinter.

In einem Test zum computergestützten Konstruieren mit Werkzeugen kommt das Modell auf 92,7 Prozent und liegt damit hinter Claude Opus 5.5 mit 96,2 und GPT-6 Astra mit 95,9 Prozent. Deutliche Fortschritte meldet Moonshot gegenüber dem Vorgänger: Bei langen Programmieraufgaben im hauseigenen Test Kimi Code Bench steigt die Quote von 55,95 auf 61,2 Prozent. In einem Test zu erfundenen Antworten, sogenannten Halluzinationen, sinkt die Fehlerquote laut Unternehmen von 23,4 auf 8,3 Prozent.

Offene Modelle als Strategie

Mit offenen Gewichten verfolgt Moonshot einen anderen Weg als die US-Anbieter OpenAI und Anthropic, die ihre stärksten Modelle nur über eigene Dienste zugänglich machen. Wer die Gewichte herunterlädt, kann ein Modell ohne Abhängigkeit von einem Anbieter und unter eigener Kontrolle der Daten betreiben. Bei einem Modell dieser Größe ist dafür allerdings sehr leistungsfähige Hardware nötig.

Für Unternehmenskunden ist K3.1 Pro standardmäßig deaktiviert, Administratorinnen und Administratoren müssen es erst freischalten. Zu den Preisen macht Moonshot in der Ankündigung keine Angaben, sondern verweist auf eine eigene Preisseite. Auf dem Technikforum Hacker News gehörte die Ankündigung am Freitag zu den meistdiskutierten Beiträgen.

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