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Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit verwendet ein statistisches Modell, um die Anzahl der Todesfälle zu schätzen, die auf hohe Temperaturen zurückzuführen sind. In der Sommerperiode Juni bis September des Vorjahres waren dies 449 Gestorbene mit einem Unsicherheitsintervall von 239 bis 611 Fällen. Im heißeren Sommer 2024 gab es mit 989 (Unsicherheitsintervall 607 bis 1.355) geschätzten Hitzetoten die höchste Zahl in den auf der AGES-Webseite angeführten Daten seit 2017.
Die am Donnerstag von der Statistik Austria veröffentlichten Sterblichkeitszahlen bis Mitte Juli zeigen für die Kalenderwoche 27 den höchsten Wert der vergangenen 27 Jahre. Seit dem Jahr 2000 sind nur in einer Sommerwoche mehr Menschen gestorben als heuer, nämlich in der Kalenderwoche 29 des Jahres 2022. In der heurigen Kalenderwoche 26, wo in Wien mit 40,0 Grad der Allzeittemperaturrekord für die Bundeshauptstadt gebrochen wurde, wurden mit 1.675 Verstorbenen ebenfalls mehr Todesfälle als üblich registriert.
In der Alterskategorie ab 65 Jahren gab es in der heurigen Kalenderwoche 27 sogar eine noch stärkere Abweichung zum langjährigen Durchschnitt. Dieser liegt bei 1.163 Todesfällen, heuer waren es 1.586, ein Plus von 36 Prozent.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/THEMENBILD/HARALD SCHNEIDER
