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Die Wurzeln der Kollektion reichen bis ins Jahr 1774 zurück. Damals erwarb Propst Ambros Lorenz eine Mineraliensammlung und legte damit den Grundstein für einen Bestand, der auf rund 2.750 Objekte vergrößert wurde. Neben Mineralien und Erzen aus Österreich und den Ländern der ehemaligen Monarchie umfasst die Sammlung auch Stücke aus Übersee. Besonders wertvoll sind die historischen Beschriftungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die nicht nur zeitgenössische Mineralbezeichnungen, sondern vielfach auch die ursprünglichen Fundorte dokumentieren.
Dass dieser Bestand heute nahezu geschlossen erhalten sei, gehe auf eine Entscheidung aus dem Jahr 1930 zurück, hieß es: Aus Platzgründen und wegen des schwindenden Interesses an naturwissenschaftlichen Sammlungen übergab das Stift die Mineralien dem Naturhistorischen Museum Wien (NHM). Während einzelne Stücke in die wissenschaftliche Sammlung des Museums aufgenommen wurden, blieb der Großteil des Bestandes in seiner ursprünglichen Ordnung erhalten.
Den Anstoß für die Rückführung gaben Vera Hammer von der Mineralogisch-Petrographischen Abteilung des NHM und die Historikerin Stephanie Zima. Ihre gemeinsame Forschungsarbeit legte den Grundstein für das Rückführungsprojekt, das zuletzt von Victoria Kohn, Kuratorin der Edelsteinsammlung und Ko-Kuratorin der Mineraliensammlung des NHM, begleitet wurde. Anfang Juli wurden die Bestände nach Klosterneuburg transportiert. Für das Stift kehrt "auch ein Stück der eigenen Wissenschafts- und Kulturgeschichte zurück", hieß es anlässlich der Schenkung der Sammlung.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/Stift Klosterneuburg/Walter Hanzmann/Walter Hanzmann
