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Sanierungsplan für Skigebiet im Tennengau angenommen

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Sanierungsplan wurde Mitte Juni zurückgezogen
©APA/APA/FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR/FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR
Der Sanierungsplan für das kleine, insolvente Skigebiet Karkogel in Abtenau (Tennengau) ist am Mittwoch bei einer Tagsatzung am Landesgericht Salzburg angenommen worden. Es wurden 57 Forderungen im Gesamtbetrag von rund 6,29 Millionen Euro angemeldet. "Davon werden Forderungen in Höhe von etwa 4,48 Millionen Euro als berechtigt anerkannt", informierte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV Europa).

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Forderungen im Ausmaß von rund 1,81 Millionen Euro werden bestritten. Die Insolvenzgläubiger erhalten zur gänzlichen Befriedigung eine Quote von 20 Prozent ihrer Forderungen, zahlbar binnen 14 Tagen ab Rechtskraft der konkursgerichtlichen Bestätigung des von den Gläubigern angenommenen Sanierungsplans, auszuschütten durch den Masseverwalter.

Noch am 17. Juni berichteten Kredit- und Gläubigerschutzverbände, dass bei der damaligen Tagsatzung im Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Salzburg der Sanierungsplan über die "Abtenauer Bergbahnen Gesellschaft m.b.H." zurückgezogen worden ist. Das Insolvenzverfahren wurde als Konkursverfahren weitergeführt. Die Schließung des Unternehmens war Mitte Juni beantragt und auch gerichtlich bewilligt worden.

Ende Juni hieß es in Medienberichten, dass mit der Übernahme der Bergbahnen durch Raiffeisen Salzburg das Skigebiet gerettet werden konnte. Die geplante Übernahme war zunächst gescheitert, da die dafür notwendige Unterschrift eines Grundeigentümers wegen angeblich unüberbrückbarer Differenzen mit bisherigen Verantwortlichen und Eigentümern fehlte. Nach intensiven Gesprächen hatte der Eigentümer dann doch einer vorzeitigen Verlängerung des Pachtvertrags mit der Liftgesellschaft bis zum Jahr 2045 bisher zugestimmt.

Im Vorfeld der heutigen Verhandlung sei es gelungen, auch die letzte Hürde für die Entschuldung zu überwinden, informierte der Kreditschutzverband von 1870. "Sämtliche Landwirte bzw. Grundeigentümer haben schlussendlich der langfristigen Verlängerung der Servituten zugestimmt." Mit Gerichtsbeschluss vom 2. Juli wurde die Wiedereröffnung des Unternehmens angeordnet. "Es konnte schlussendlich mit großem Einsatz aller Beteiligten das wirtschaftliche Fundament für die Zukunft des Skigebietes geschaffen werden, dessen Fortbestand erhebliche Bedeutung für die Region, den Tourismus und die sportbegeisterte Bevölkerung hat", erklärte Ines Kurz vom KSV1870.

Die 1962 gegründete Gesellschaft hat eine Kabinenbahn und vier Schlepplifte betrieben. An den Bergbahnen waren insgesamt 46 Gesellschafter beteiligt. Mit Abstand größte Eigentümer waren die Marktgemeinde Abtenau (58,4 Prozent) und der Tourismusverband Abtenau (31,3 Prozent). Als Ursache für die Insolvenz nannten die Bergbahnen Verzögerungen und unerwartete Kostensteigerungen bei der Errichtung eines "betriebsnotwendigen" Speicherteiches. Dazu habe es Streitigkeiten mit der Baufirma gegeben. Bereits in den vergangenen drei Jahren hätten ausbleibende Besucherzahlen und wetterbedingte Umsatzeinbußen zu einer wirtschaftlich schwierigen Situation geführt.

HINTERSTODER - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR/FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR

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