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Ein schräger Aufprall eines rund 320 Meter großen Asteroiden in einem 45-Grad-Winkel erklärte die Beobachtungen am besten, hieß es in einer am Dienstag publizierten Mitteilung der Universität Bern. Der Aufprall sei heftig genug gewesen, um Material global umzuverteilen, aber nicht stark genug, um den Mond zu zerstören.
Deimos ist mit einem Durchmesser von nur 12,4 Kilometern der kleinere von zwei Monden, die den Mars umkreisen. Anders als sein stark verkrateter Schwestermond Phobos ist Deimos von einer lockeren Schicht aus Staub und Geröll bedeckt, zudem hat er am Südpol eine tiefe Senke. Der Ursprung dieser Gegebenheiten war bisher ungeklärt.
Für ihre Untersuchung führten die Forschenden rund hundert Computersimulationen durch, wie es in der Mitteilung weiter hieß. Dabei variierten sie die Größe, Geschwindigkeit und den Einschlagswinkel des Asteroiden. Die Resultate verglichen sie mit Aufnahmen der Raumsonde Hera, die im März 2025 an Deimos vorbeiflog.
Bei der Studie handelt es sich laut der Universität Bern um die erste publizierte Auswertung von Daten dieses Vorbeiflugs. Die Sonde der europäischen Weltraumagentur ESA ist aktuell auf dem Weg zum fernen Asteroidenmond Dimorphos. Die Erkenntnisse sind laut den Forschenden eine wichtige Grundlage für künftige Weltraummissionen - etwa für die japanische Mission MMX, die noch dieses Jahr starten und die Marsmonde genauer untersuchen soll. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift "Nature Astronomy" publiziert.
(S E R V I C E - Fachartikelnummer DOI: 10.1038/s41550-026-02956-w)
This handout photograph released on March 13, 2025 by the European Space Agency (ESA) shows the surface of Mars and the face of Deimos, the smaller and more mysterious of Mars’ two moons, captured on March 12 by ESA’s Hera mission for planetary defence. (Photo by Handout / ESA / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / ESA" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
