Das neu gegründete CORI-Institut für Stoffwechselforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Graz bekommt mit Nina Keusgen eine administrative Geschäftsführerin. Die Biologin und Wissenschaftsmanagerin wechselte von der RWTH Aachen und leitet seit 1. Oktober gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Direktor Giulio Superti-Furga das in Partnerschaft mit der Uni Graz, der Med-Uni und der TU Graz entstandene Institut. Keusgen habe sich unter mehr als hundert Bewerberinnen und Bewerbern durchgesetzt und verfüge über umfangreiche Führungserfahrung in der akademischen Verwaltung und Expertise in Strategie, Steuerung und Organisation unter anderem im Finanz- und Personalbereich, so die ÖAW in einer Aussendung. "Unser gemeinsames Ziel, ein internationales Top-Forschungsinstitut aufzubauen, bedeutet vor allem, eine Kultur zu schaffen, die Exzellenz und Talente fördert", wird die studierte Biologin zitiert.
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Das CORI-Institut soll zu einem europäischen Zentrum für Metabolismusforschung aufgebaut werden. Konkret geht es um die systematische Untersuchung und Modellierung von Stoffwechselprozessen in Zellen. Dahinter steht das Ziel, präzise in diese Prozesse einzugreifen, sie zu verändern und neue therapeutische und technologische Lösungen zu entwickeln. Benannt ist das Institut nach dem österreichisch-amerikanischen Biochemikerpaar Gerty und Carl Cori, Entdecker u. a. des Glykogen-Metabolismus. Das Paar hatte vor der Emigration in die USA in Graz mit Nobelpreisträger Otto Loewi zusammengearbeitet. 1947 wurden sie mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.
Service: https://www.oeaw.ac.at/de/cori/
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/Franzi Kreis
