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Dies geht oft mehrere Kilometer hoch bis in die Stratosphäre. Dort trifft das Gemisch auf kühlere Luftmassen und erzeugt ein eigenes Wettersystem mit starken Winden, die das Feuer weiter anheizen. Oft schießen sogar Blitze aus der Wolke zu Boden und es entsteht ein grollendes Geräusch. Die feuerspeienden Drachen, wie sie die NASA bezeichnet, wurden bisher hauptsächlich bei Vulkanausbrüchen und riesigen Bränden in Australien und Kanada beobachtet. Während das Phänomen dort immer wieder auftritt, ist es in Frankreich "beispiellos", sagt Feuerwehrsprecher Eric Brocardi.
Löschen oder unter Kontrolle bringen lässt sich der Feuersturm meistens nicht, unter anderem, weil die Winde ständig die Richtung wechseln, erklärt Brocardi. "Die Folge ist, dass es sich in alle Richtungen ausbreitet und mehrere Feuerfronten bildet, was die Lage völlig unberechenbar macht." Brocardi zufolge gibt es dann nur zwei Auswege. Entweder es kommt Regen auf, "wobei es drei Tage lang heftig schütten müsste". Oder "wir finden einen Weg, das Feuer an einen Ort zu lenken, an dem es von selbst erlischt - zum Beispiel am Meer".
Bei der Feuerwolke im Südwesten Frankreichs könnten sich die Feuerwehrleute nur noch zurückziehen, führt Brocardi aus. "Wir müssen anerkennen, dass sich diese Naturgewalt unserer Kontrolle entzieht. Es ist ein kriegsähnliches Szenario, bei dem wir ständig unter Beschuss sind und uns alle in Sicherheit bringen müssen." Dann helfe nur "Stoizismus", erklärt Brocardi. Außerdem könne die Feuerwehr neben der direkten Brandbekämpfung viel tun - zum Beispiel strategisch wichtige Punkte verteidigen und Tiere vor den Flammen in Sicherheit bringen.
(FILES) Firefighters operate next to a building as smoke and flames from a wildfire emanate from burning trees and vegetation of forest near Cotignac, southeastern France on July 23, 2026. France has been battered by three heatwaves since May as part of increasingly common extreme weather episodes linked to climate change, causing thousands of excess deaths and fuelling wildfires. (Photo by Thibaud MORITZ / AFP)
