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Die beiden - nicht miteinander verwandten - Erkrankungen werden durch Viren verursacht, die vor allem per Blut übertragen werden. Die infolge der Infektion entstehenden Leberentzündungen können zu schweren Spätfolgen führen wie Leberzirrhose und Leberkrebs.
Hepatitis B ist die größere Bürde: Damit leben rund 240 Millionen Menschen weltweit, 1,1 Millionen sterben pro Jahr an Hepatitis B - mehr als doppelt so viele wie an Malaria. An Hepatitis C sterben etwa 240.000 Menschen pro Jahr. Und obwohl die weitaus meisten Hepatitis-C-Erkrankungen seit 2015 geheilt werden können, wurden seitdem nur etwa 20 Prozent der Erkrankten behandelt, wie die WHO bemängelt. Die WHO empfiehlt routinemäßige Hepatitis-B-Tests bei Schwangeren - und bei Babys von infizierten Frauen sofort nach der Geburt eine Impfung.
Eine Studie weckte bei Hepatitis-Fachleuten in diesem Frühjahr Hoffnung: Einem chinesischen Team gelang es erstmals, bei einigen Hepatitis-B-Patienten mit einer Kombinationstherapie eine funktionelle Heilung zu erreichen. Funktionelle Heilung bedeutet, dass die Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt - auch wenn sie sich später wieder vermehren könnte, etwa, falls das Immunsystem angegriffen ist.
ARCHIV - 08.06.2015, Baden-Württemberg, Stuttgart: ARCHIV - Der Schriftzug "Hepatitis B" in einem Impfpass, aufgenommen am 09.06.2015 in Stuttgart (Baden-Württemberg). Foto\ Daniel Naupold/dpa (zu dpa: «Weniger Hepatitis-Infektionen in Bayern diagnostiziert») Foto: Daniel Naupold/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
