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Das Festival wandert von der nicht mehr verfügbaren Postcity als zentralem Ort des Geschehens in die Innenstadt. Mit dabei sind neben zahlreichen internationalen Kooperationspartnern auch viele Linzer Institutionen, vom Landestheater bis zum Gymnasium, dem Priesterseminar oder dem Krankenhaus der Elisabethinen. Die Hauptakteure bleiben natürlich das Ars Electronica Center (AEC), die Kunstuniversität, die Johannes Kepler Universität (JKU) mit dem MedCampus-Standort und - dieses Jahr neu an Bord - die Landes Kultur GmbH mit dem zentralen Standort, dem Kulturzentrum am OK-Platz.
Um die Orientierung in dem großen Programmangebot und den Standorten zu erleichtern, sind die Spielorte in drei Cluster, sogenannte "Hubs", zusammengefasst: Der OK-Platz, der auch als zentrale Ausgangsposition für die Rundgänge dient, der JKU-Campus der MedUni sowie das "Danube Triangle" mit AEC, Lentos und den beiden Kunstuni-Brückenkopfgebäuden, wie in einem Pressegespräch am Montag in Linz präsentiert wurde.
Die Themenschau des Festivals besteht erstmals aus drei hochkarätigen Ausstellungen. Im Lentos Kunstmuseum sind Projekte des Prix Ars Electronica sowie des S+T+ARTS Prizes '26 zu sehen, die den "techno-kapitalistischen Fortschritt" thematisieren sowie aktuelle geopolitische Krisen, den Klimawandel sowie unsere Wahrnehmung der Welt. Im OK Quarter startet der neue "Festival Walk" einen Rundgang zur Erkundung von acht ungewöhnlichen Orten und fragt nach "Wahrheiten" und konstruierten Wirklichkeiten. Ebenfalls dort lädt man auf den Dachboden des Ursulinenhofes zur dritten Ausstellung.
Der große "Pre-Opening-Walk" am Tag vor der Festivaleröffnung wird in eine anschließende große Geburtstagsfeier zum 30-jährigen Bestehen des Ars Electronica Centers münden. Start wird um 15 Uhr im Lentos Kunstmuseum sein.
Als Highlight wurde das Projekt "Flood the Zone with Courage" unter Federführung der Kunstuniversität angekündigt. An den fünf Festivaltagen werde auf dem Linzer Hauptplatz Containerarchitektur aufgebaut und "eine offene Infrastruktur des demokratischen Verhandelns" in Szene gesetzt, hieß es. "Wir richten eine Interventionszone ein, bei der es auch heiß hergehen kann", betonte Kunstuni-Rektorin Brigitte Hütter. Gemeinsam mit dem Zirkus des Wissens der JKU und Attac Österreich soll hier Konfliktfähigkeit nicht bloß gefordert, sondern konkret erprobt werden. Dabei werden unterschiedliche Performances des Protests präsentiert oder auch Workshops zu dem Thema angeboten.
Besonders für Familien empfehle sich der Standort der MedUni mit den offenen Labors, den Live-OPs und anderen Präsentationen im 3D-MedSpace, hieß es. Mit der Film City in Zusammenarbeit mit der Akademie des österreichischen Films verwandle sich der gesamte Innenhof in einen vollständigen Drehort. Besucher können hier an einem Drehbuch arbeiten, schneiden, Kamera und Regie ausprobieren, schauspielen oder digitale Effekte testen - alles unter Anleitung durch Profis.
S E R V I C E - Ars Electroinca 2026 "Negotiating Humanity", 9. bis 13. September, Infos unter https://ars.electronica.art
LINZ - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/Ars Electronica/Shunsuke Shimura/Shunsuke Shimura
