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Bevölkerung in Vorarlberg: Welche Regionen wachsen und welche schrumpfen

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Blick vom Gebhardsberg auf Bregenz und das Rheintal in Vorarlberg
Foto:©Unsplash/Andreas Weilguny

Vorarlberg legt bei der Einwohnerzahl weiter leicht zu, doch nicht überall. Die neuen Zahlen der Landesstatistik zeigen deutliche Unterschiede zwischen dem Rheintal und den Bergtälern.

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Vorarlberg wächst, aber nur noch langsam, und das Wachstum konzentriert sich auf das Rheintal. Am 30. September 2026 lebten 413.053 Menschen mit Hauptwohnsitz im Land, um 434 mehr als ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Plus von 0,1 Prozent, wie aus dem aktuellen Bericht der Landesstelle für Statistik hervorgeht.

Am stärksten legte das Rheintal zu, mit 737 Menschen mehr auf nun 277.988. Die größten Rückgänge gab es dagegen im Montafon, das 293 Einwohnerinnen und Einwohner verlor (minus 1,7 Prozent), und im Kleinwalsertal mit einem Minus von 97 Personen (minus 1,9 Prozent).

Was das Wachstum antreibt

Rund 60 Prozent des Zuwachses gehen laut Land Vorarlberg auf die Geburtenbilanz zurück, rund 40 Prozent auf Zuwanderung. Im Berichtsjahr kamen 3.673 Kinder zur Welt, 3.414 Menschen starben. Das ergibt einen Geburtenüberschuss von 259 Personen. Die Wanderungsbilanz lag bei plus 175.

Dahinter stehen gegenläufige Entwicklungen. Bei den österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern gab es mehr Sterbefälle als Geburten und mehr Weg- als Zuzüge, bei der ausländischen Bevölkerung war es umgekehrt. Gleichzeitig wurden 1.342 Menschen eingebürgert. Der Anteil der Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft blieb mit 21,1 Prozent gleich, das sind 87.090 Personen aus über 157 Staaten. Die größte Gruppe bilden Deutsche mit 21.095 Personen, gefolgt von türkischen Staatsangehörigen mit 12.457.

Rheintal wächst, Bergtäler verlieren

Neben dem Rheintal wuchsen auch der Walgau um 58, der Bregenzerwald um 39 und das Große Walsertal um sieben Personen. Leicht rückläufig waren das Leiblachtal mit minus sechs und die Region Arlberg und Klostertal mit minus elf Personen. Besonders in den Tourismusregionen Montafon und Kleinwalsertal ging die Einwohnerzahl spürbar zurück.

Über zehn Jahre betrachtet ist das Bild eindeutig: Seit 2016 hat Vorarlberg 24.310 Einwohnerinnen und Einwohner gewonnen, ein Plus von 6,3 Prozent. Am stärksten wuchsen die Bezirke Feldkirch mit 8,5 Prozent und Dornbirn mit 8,4 Prozent. Der Bezirk Bregenz legte um 4,3 Prozent zu, der Bezirk Bludenz um 3,7 Prozent.

Größte Gemeinden und Verlierer

Die größte Gemeinde bleibt Dornbirn mit 52.357 Einwohnerinnen und Einwohnern, vor Feldkirch mit 36.781, Bregenz mit 29.376, Lustenau mit 24.671 und Hohenems mit 17.704. Am meisten Menschen gewonnen haben seit 2016 Feldkirch mit 3.797 und Dornbirn mit 3.597, gefolgt von Lustenau, Hohenems und Lochau, das um 16,4 Prozent wuchs.

Nur wenige Gemeinden haben im Zehnjahresvergleich Einwohnerinnen und Einwohner verloren. Dazu zählen die Landeshauptstadt Bregenz mit einem Minus von 313 Personen, Gaschurn im Montafon mit minus 86 und Sonntag im Großen Walsertal mit minus 80. In Sonntag entspricht das einem Rückgang von 11,4 Prozent.

Mehr Ältere als Kinder

Die Altersstruktur verschiebt sich weiter. 81.938 Menschen in Vorarlberg sind 65 Jahre oder älter, das sind 19,8 Prozent der Bevölkerung. Unter 15 Jahre alt sind 63.538 Personen oder 15,4 Prozent. Rund zwei Drittel sind im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 65 Jahren.

Im österreichweiten Vergleich wächst Vorarlberg damit etwa im Tempo des Bundes. Laut Statistik Austria legte die Bevölkerung Österreichs im Jahr 2025 um rund 0,2 Prozent zu, Vorarlberg um 0,1 Prozent. Die Zahlen sind wegen unterschiedlicher Stichtage nicht direkt vergleichbar, zeigen aber die gleiche Richtung: Das Wachstum hat sich deutlich verlangsamt.

Quellen

Land Vorarlberg, Landeskommunikation: Anhaltendes, leichtes Bevölkerungsplus in Vorarlberg (29.10.2026)

Amt der Vorarlberger Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Vorarlberg – Bevölkerungsstand im September 2026 (Oktober 2026)

Statistik Austria: Bevölkerung Österreichs 2025 nur leicht gewachsen (9.2.2026)

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