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Abschleppen in Wien wird teurer: Ab 1. November kostet es 355 statt 301 Euro

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Geparkte Autos in einer Straße in Wien
Foto:©Unsplash/Nikolai Kolosov

Wer in Wien falsch parkt und abgeschleppt wird, zahlt ab Sonntag deutlich mehr. Die Stadt hebt den Abschlepptarif um 54 Euro an, auch die Verwahrung am Abschleppplatz wird teurer. Was sich ändert und warum.

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Falschparken wird in Wien ab 1. November teurer. Der Abschlepptarif der Stadt Wien steigt von 301 auf 355 Euro, die Gebühr für die Verwahrung eines abgeschleppten Pkw am Abschleppplatz in Simmering von 11 auf 13 Euro pro Tag. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt Wien vom 30. Oktober hervor.

Die neuen Tarife gelten ab Sonntag. Das Abschleppen selbst wird damit um 54 Euro teurer, jeder Tag am Abschleppplatz um 2 Euro. Zuständig ist die Abschleppgruppe der MA 48, die laut Stadt nach der Erhöhung kostendeckend arbeitet.

Warum die Stadt den Tarif anhebt

Als Grund nennt die MA 48 die Teuerung bei Frächter-, Personal- und Sachkosten. Zuletzt wurde der Abschlepptarif mit 1. Dezember 2023 erhöht, die Berechnung beruhte damals auf Daten aus dem Jahr 2021. Seither sind laut Stadt allein die Kosten der Frächter um 43 Prozent gestiegen. Das ist für die Kalkulation entscheidend, weil die Stadt das Abschleppen nicht selbst erledigt, sondern private Transportunternehmen beauftragt, die per Ausschreibung ausgewählt werden.

Mit den neuen Sätzen erreicht die Abschleppgruppe nach Angaben der Stadt einen Kostendeckungsgrad von 100 Prozent, ein Gewinn wird damit nicht erzielt. Der bisherige Tarif sei nicht mehr kostendeckend gewesen.

So teuer sind private Abschleppdienste

Zum Vergleich verweist die Stadt auf die Preise privater Anbieter. Private Abschleppdienste verlangen in Wien demnach zwischen 395 und 432 Euro, wenn sie ein Auto von einer Privatfläche entfernen. Für die Verwahrung werden bei ihnen zwischen 20 und 24,90 Euro pro Tag fällig. Der städtische Tarif bleibt damit auch nach der Erhöhung unter diesen Werten.

Für Autofahrerinnen und Autofahrer macht es also einen Unterschied, wer den Wagen abschleppt. Der Tarif von 355 Euro betrifft Abschleppungen durch die Stadt Wien. Wird ein Auto von einem privaten Grundstück entfernt, gelten die Preise des beauftragten Unternehmens.

Was Betroffene wissen sollten

Die Stadt sieht in den Kosten vor allem einen Anreiz, sich an die Regeln zu halten. „Diese Kosten lassen sich einfach vermeiden: Hält man sich an die Verkehrsregeln, wird man nicht abgeschleppt“, sagt Josef Thon, Leiter der MA 48. Abschleppungen sollen laut Stadt dafür sorgen, dass der fließende Verkehr in der Stadt nicht behindert wird und Ladezonen frei bleiben.

Wer ein abgeschlepptes Auto abholen muss, sollte das möglichst rasch tun. Denn zum Abschlepptarif kommt die Gebühr für jeden Tag, den der Wagen am Abschleppplatz in Simmering steht. Bei einer Woche Standzeit ergeben sich nach den neuen Sätzen 446 Euro, nach den alten waren es 378 Euro.

Wie oft die Stadt die Tarife künftig anpasst, lässt die Mitteilung offen. Der Abstand zur letzten Erhöhung beträgt knapp drei Jahre. Die nun beschlossenen Sätze beruhen laut Stadt auf den aktuellen Kosten, während der bisherige Tarif noch mit Daten aus 2021 berechnet worden war.

Quellen

Stadt Wien, Rathauskorrespondenz: Abschlepptarif: Notwendige Anpassung ab November 2026 (30.10.2026)

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