Ab Montag, 2. November, wird das Parken in Innsbruck neu geregelt. Kurzparkzonen sind länger gebührenpflichtig, in Arzl, im Olympischen Dorf und in Kranebitten kommen neue Parkzonen dazu, und die Anwohnerparkkarte wird teurer. Was sich ändert und was Anrainerinnen und Anrainer jetzt tun sollten.
Wer in Innsbruck parkt, muss sich ab Montag, 2. November 2026, auf neue Regeln einstellen. An diesem Tag tritt die neue Parkraumbewirtschaftung in Kraft, die der Innsbrucker Gemeinderat am 16. Juli beschlossen hat. Im gesamten Stadtgebiet gelten dann einheitliche Gebührenzeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 21 Uhr, Samstag von 8 bis 18 Uhr, wie die Stadt Innsbruck zum Gemeinderatsbeschluss mitteilte.
Neu sind außerdem Parkzonen in drei Stadtteilen: Arzl, das Olympische Dorf und Kranebitten. Dort kostet das Parken laut Stadt 1,10 Euro pro halbe Stunde oder 9 Euro für den ganzen Tag. Für Anwohnerinnen und Anwohner steigt der Preis der Parkkarte von 6,18 auf 9,96 Euro pro Monat.
Längere Gebührenzeiten in den Kurzparkzonen
Am stärksten spüren die Änderung all jene, die in den blauen Kurzparkzonen parken. Bisher waren die 90-Minuten-Zonen laut der Parken-Seite der Stadt Innsbruck von Montag bis Freitag zwischen 9 und 21 Uhr und am Samstag von 9 bis 13 Uhr gebührenpflichtig, die 180-Minuten-Zonen von Montag bis Freitag zwischen 9 und 19 Uhr. Ab 2. November beginnt die Gebührenpflicht in beiden Zonentypen bereits um 8 Uhr. Unter der Woche endet sie um 21 Uhr, am Samstag erst um 18 Uhr.
An den Tarifen in den Kurzparkzonen ändert sich nichts. Auch in den grünen Parkstraßen, in denen ohne Zeitlimit gegen Gebühr geparkt werden kann, gelten künftig die Zeiten von 8 bis 21 Uhr unter der Woche und von 8 bis 18 Uhr am Samstag. Bisher wurde dort von Montag bis Freitag zwischen 9 und 19 Uhr kassiert.
Neue Zonen in Arzl, im O-Dorf und in Kranebitten
Mit den neuen Parkzonen will die Stadt vor allem das Dauerparken in Wohngebieten eindämmen. Wer auf ein Auto angewiesen ist, soll laut Stadt möglichst nahe an der eigenen Wohnung einen freien Platz finden. Wer in einem der drei Stadtteile wohnt, kann mit der Anwohnerparkkarte ab 2. November auch in der neuen Zone parken. Eine Parkkarte gilt jeweils in der gesamten Parkzone.
Täglich von 8 bis 21 Uhr bewirtschaftet sind künftig auch die Parkflächen bei Schloss Ambras, beim Alpenzoo, auf der Hungerburg, am Waldparkplatz Hawaii und am Parkplatz Kranebitten. Das betrifft vor allem Ausflüglerinnen und Ausflügler. In der Zone N beim Tivoli wird von 1. September bis 30. April von Montag bis Freitag zwischen 8 und 21 Uhr und am Samstag zwischen 8 und 18 Uhr kassiert.
Anwohnerparkkarte kostet künftig 9,96 Euro
Die Anwohnerparkkarte für Kurzparkzonen und Parkstraßen kostet künftig 9,96 statt 6,18 Euro im Monat. Die Stadt begründet die Erhöhung mit der Inflation, die Tarife seien über viele Jahre kaum angepasst worden. Auch die Berufsparkkarten werden teurer. Sie betreffen etwa Handwerksbetriebe, ortsansässige Unternehmen, Ärztinnen und Ärzte, Hebammen sowie mobile Pflege- und Betreuungsdienste.
Beantragen lässt sich die Karte laut den Infos der Stadt für Anwohnerinnen und Anwohner online unter innsbruck.gv.at/anwohnerparkkarte, persönlich im Referat Parkraumbewirtschaftung im Rathaus in der Maria-Theresien-Straße 18 im 4. Stock oder im Bürgerservice in den RathausGalerien. Online sind auch Firmenparkkarten und weitere Parkberechtigungen erhältlich. Wer in einer der neuen Zonen wohnt und ab dem ersten Tag mit Parkkarte parken will, sollte den Antrag mit allen nötigen Unterlagen möglichst rasch stellen.
Bargeldlos zahlen und Handyparken
Neu ist auch das Bezahlen am Automaten. Ab November ermöglichen laut Stadt 26 neue Parkscheinautomaten in der Innenstadt das bargeldlose Zahlen. Wer lieber mit dem Smartphone zahlt, kann Kurzparkvorgänge weiterhin über Handyparken abwickeln.
Unverändert bleiben die gelbe Innenstadtkarte für die Parkgaragen und die rote Innenstadtkarte für Öffis und Stadtrad. Für Pendlerinnen und Pendler, die nur kurz in die Stadt fahren, lohnt daher ein Vergleich, ob Garage, Kurzparkzone oder Öffis günstiger kommen.
Quellen
Stadt Innsbruck: Parken: Alle Infos für Anwohner:innen (25.09.2026)
Stadt Innsbruck: Innsbruck stellt die Parkraumbewirtschaftung neu auf (16.07.2026)
Stadt Innsbruck: Parken (2026)
