ABO

VOR-Tarife 2027: Was Öffi-Tickets in Niederösterreich ab 1. Jänner kosten

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
5 min
Fahrgäste warten am Bahnsteig auf einen Zug
Foto:©Unsplash, Frederic Köberl

Der Verkehrsverbund Ost-Region erhöht mit 1. Jänner 2027 die Ticketpreise im Schnitt um 3,4 Prozent. Was Fahrten in Niederösterreich, im Burgenland und in Wien künftig kosten, was gleich bleibt und warum Seniorinnen und Senioren keine Vorteilscard mehr brauchen.

News auf Google bevorzugen

Wer in Niederösterreich, im Burgenland oder in Wien mit Bus und Bahn fährt, zahlt ab 1. Jänner 2027 mehr. Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) erhöht die Ticketpreise im Schnitt um 3,4 Prozent. Ein Einzelfahrschein im Regionaltarif kostet dann 2,40 statt 2,30 Euro, ein Tagesticket 4,70 statt 4,50 Euro.

Tickets mit der neuen Gültigkeit für 2027 sind laut VOR bereits ab 1. November erhältlich. Neu ist außerdem, dass Seniorinnen und Senioren in Niederösterreich und im Burgenland für ermäßigte Tickets künftig nur noch einen amtlichen Lichtbildausweis brauchen. Das Jugendticket bleibt gleich teuer.

So viel kosten Fahrten in Niederösterreich und im Burgenland

Wie stark einzelne Fahrten teurer werden, zeigt der VOR an Beispielstrecken. Eine Einzelfahrt von der Kernzonengrenze Wien zum Hauptbahnhof St. Pölten kostet ab Jänner 15 Euro, bisher waren es 14,50 Euro. Kinder zahlen 7,50 statt 7,30 Euro, Seniorinnen und Senioren 9 statt 8,70 Euro.

Von Mattersburg Brunnenplatz zum Hauptbahnhof Wiener Neustadt kostet der Einzelfahrschein künftig 6,10 statt 5,90 Euro, für Kinder 3,10 statt 3 Euro und für Seniorinnen und Senioren 3,70 statt 3,50 Euro. Angepasst werden laut VOR auch die flexiblen 7- und 31-Tage-Tickets, weitere Einzel- und Tagestickets sowie die Strecken-Jahreskarten. Konkrete Preise dazu nennt der Verbund in seiner Aussendung nicht.

Klimaticket MetropolRegion kostet mehr als 1.050 Euro

Auch die regionalen Klimatickets des VOR werden teurer. Das Klimaticket MetropolRegion, das Wien, Niederösterreich und das Burgenland umfasst, kostet als Jahrespauschale für Vollzahlende 1.053,10 Euro statt bisher 1.019 Euro. Für Seniorinnen und Senioren sowie in den Varianten Jugend und Spezial sind es 738,40 statt 714 Euro.

Das Klimaticket Region kostet künftig 570 statt 552 Euro, die ermäßigten Varianten für Seniorinnen und Senioren sowie Jugend und Spezial 428 statt 414 Euro.

Wiener Linien: Jahreskarte um 483,10 Euro

In der Kernzone Wien steigt der Preis der Jahreskarte der Wiener Linien auf 483,10 Euro, das sind rund 1,32 Euro pro Tag. Bisher kostete sie 467 Euro. Die Jahreskarte für Jugend, Seniorinnen und Senioren sowie die Spezial-Variante kostet 310,40 Euro. Eine Einzelfahrt kostet digital 3,10 Euro und als Papierticket 3,30 Euro.

Kurzzeit- und Einzeltickets aus dem WienMobil-Ticketshop sind laut Aussendung rund fünf Prozent günstiger als die Papierversion. Wer ohne gültigen Fahrschein erwischt wird, zahlt 140 Euro sofort oder per Zahlschein, nach einer Zahlungserinnerung 191 Euro.

Jugendticket bleibt bei 29,60 Euro

Unverändert bleibt das Jugendticket um 29,60 Euro für die Strecke zwischen Wohnort und Schule oder Ausbildungsstätte. Auch das Top-Jugendticket wird für das laufende Schuljahr 2026/27 nicht teurer, selbst wenn es nach dem 1. Jänner gekauft wird. Erst ab dem Schuljahr 2027/28, also ab September 2027, steigt der Preis von 101 auf 103 Euro.

Ermäßigung ohne Vorteilscard

Mit Jahresbeginn ändern sich auch die Voraussetzungen für Ermäßigungen. Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren reicht in Niederösterreich und im Burgenland dann ein amtlicher Lichtbildausweis, bisher war zusätzlich eine ÖBB-Vorteilscard Senior nötig. Studierende unter 26 Jahren brauchen für die VOR-Studierenden-Monatskarte nur noch einen gültigen Studierendenausweis, die ÖBB-Vorteilscard Jugend ist nicht mehr erforderlich.

Warum die Preise steigen

Grundlage der Erhöhung ist laut VOR der Durchschnitt des Verbraucherpreisindex der vergangenen zwölf Monate. Als Gründe nennt der Verbund gestiegene Personal-, Energie- und Betriebskosten der Verkehrsunternehmen. Die Ticketerlöse decken nur einen Teil der Kosten, den Rest finanzieren die Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland sowie der Bund.

Künftig sollen Tarifänderungen jedes Jahr zu einem einheitlichen Stichtag gelten. Bis 2025 war das jeweils der 1. Juli, heuer traten die Änderungen in der Region und in der Wiener Kernzone zu unterschiedlichen Terminen in Kraft. Die jährliche Anpassung soll laut VOR das Angebot stabil halten und große Preissprünge vermeiden.

Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER