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Trinkwasser in Graz: Neue Hauptleitung sichert bis zu 50 Prozent der Versorgung

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Abendstimmung über Graz mit Bergen im Hintergrund
Foto:©Unsplash/Thomas Gabernig

Die Holding Graz ersetzt eine Trinkwasser-Hauptleitung aus dem Jahr 1950. Seit 21. Oktober fließt Wasser durch den Abschnitt bis zum Wasserwerk Feldkirchen. Warum die Leitung für die Versorgung der Stadt so wichtig ist.

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Eine der wichtigsten Trinkwasserleitungen von Graz ist zu einem großen Teil erneuert. Seit 21. Oktober ist der neue Abschnitt der Transportleitung TL700 zwischen dem Gasrohrsteg und dem Wasserwerk Feldkirchen im Süden der Stadt in Betrieb. Die Leitung mit 700 Millimetern Durchmesser bringt Wasser aus Feldkirchen in die Stadt.

Laut Holding Graz deckt sie im Schnitt rund 15 Prozent des täglichen Wasserbedarfs der Stadt ab. In Spitzenzeiten oder bei Ausfällen anderer Leitungen kann ihr Anteil auf bis zu 50 Prozent steigen. Die alte Leitung stammt aus dem Jahr 1950 und bestand aus Gussrohren mit gestemmten Muffen.

6,8 Kilometer von Feldkirchen bis zum Karlauergürtel

Die neue Leitung ist rund 6,8 Kilometer lang und führt vom Wasserwerk Feldkirchen bis in den Bereich Lagergasse und Karlauergürtel. Bereits 2025 war rund die Hälfte der Strecke verlegt. Rund 2,2 Kilometer verlaufen entlang des rechten Murradwegs zwischen dem Gasrohrsteg und dem Bereich südlich der Autobahn A2.

Damit der Westen von Graz während der Bauarbeiten versorgt blieb, wurde von 7. April bis 3. Juli 2026 eine zusätzliche Verbindungsleitung in der Puntigamer Straße zwischen Puntigamer Brücke und Puchstraße gebaut. Sie ist ebenfalls in Betrieb.

Was neben den Wasserrohren mitverlegt wurde

Die Holding Graz nutzte die Baustelle für weitere Infrastruktur. Neben rund 6.800 Metern Transportleitung wurden etwa 1.300 Meter Versorgungsleitungen und rund 5.000 Meter Leerrohre für Daten- und Stromkabel verlegt. Dazu kommen eine 4,5 Kilometer lange 20-Kilovolt-Stromtrasse, 3,3 Kilometer Glasfaser und 3,5 Kilometer für Beleuchtung mit rund 120 neuen Fundamenten für Lichtmasten.

Die alten Gussrohre, rund 250 Tonnen, werden laut Holding Graz recycelt. Rund 80 Bäume mussten für die Bauarbeiten weichen, 190 wurden neu gepflanzt. Fledermäuse und Reptilien im Baubereich wurden umgesiedelt.

Wann die Arbeiten abgeschlossen sind

Ganz fertig ist das Projekt noch nicht. In der ersten Hälfte 2027 folgen Restarbeiten, darunter die Verkabelung für eine Notstromversorgung des Wasserwerks Feldkirchen im Fall eines Blackouts. Der vollständige Abschluss ist für Sommer 2027 geplant, die behördlichen Verfahren und die Förderabwicklung sollen 2028 erledigt sein.

Insgesamt investiert die Holding Graz von 2025 bis 2028 rund 27 Millionen Euro. Präsentiert wurde der Fortschritt von Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ), Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne), Beteiligungsstadtrat Manfred Eber (KPÖ) sowie den Holding-Vorständen Gert Heigl und Alice Loidl. Für die Grazerinnen und Grazer bedeutet die neue Leitung vor allem mehr Sicherheit: Fällt ein anderer Strang aus, kann die TL700 einen großen Teil der Versorgung übernehmen.

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