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Hochwasserschutz Götzis: Neues Becken am Emmebach fasst 47.000 Kubikmeter Wasser

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Blick von Viktorsberg über Rankweil und das Vorarlberger Rheintal
Foto:©Unsplash/Walter L. B.

In Götzis ist das Hochwasserrückhaltebecken Örfla am Emmebach eröffnet worden. Es soll den Ort vor einem hundertjährlichen Hochwasser schützen und hat rund 10,8 Millionen Euro gekostet. Was sich für die Bevölkerung ändert und wann das Becken voll in Betrieb geht.

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Götzis bekommt einen deutlich besseren Schutz vor Hochwasser. Am Freitag wurde das Hochwasserrückhaltebecken Örfla am Emmebach eröffnet, mit einem Rückhalteraum von rund 47.000 Kubikmetern. Es soll verhindern, dass der Emmebach bis zu einem hundertjährlichen Hochwasser über die Ufer tritt. Das Land Vorarlberg bezeichnet die Anlage oberhalb des Schwimmbads Riebe als eines der größten laufenden Hochwasserschutzprojekte im Land.

Gekostet hat das Projekt rund 10,8 Millionen Euro. Der Bund trägt 45,5 Prozent, das Land Vorarlberg 40 Prozent und die Marktgemeinde Götzis 14,5 Prozent. Gebaut wurde rund zwei Jahre lang, voll in Betrieb gehen soll der Rückhalteraum im Sommer 2027.

Warum der Emmebach gesichert werden musste

Laut Landwirtschafts- und Wasserministerium verursachen der Emmebach und der Kaltenbrunnenbach bei Hochwasser großflächige Überflutungen im Siedlungsgebiet von Götzis, Mäder, Altach und Koblach. Der Rückhalteraum Örfla wurde deshalb schon im generellen Projekt als Standort ausgewiesen, um bei starkem Regen Wasser zurückzuhalten und kontrolliert abzugeben.

Landesrat Christian Gantner (ÖVP) betont die Bedeutung für die Bevölkerung: „Hochwasserschutz betrifft die Bevölkerung ganz unmittelbar: ihr Zuhause und ihren Alltag.“ Er dankte auch den Anrainerinnen und Anrainern für ihre Geduld mit Lärm und Baustellenverkehr. Wasserminister Norbert Totschnig (ÖVP) sagte bei der Eröffnung: „Jeder Euro, den wir in Hochwasserschutz investieren, ist eine Investition für mehr Sicherheit.“ Der Bundesanteil für den Hochwasserschutz in Götzis liegt laut Ministerium bei rund 4,9 Millionen Euro.

So funktioniert das Rückhaltebecken

Eine neue Pegelstation steuert den Grundablass des Rückhalteraums, also wie viel Wasser bei Hochwasser durchgelassen wird. Bei der Immakulata-Quelle wurden Abdichtungen eingebaut, damit sie nicht beeinträchtigt wird, wenn sich das Becken füllt. Schon vorher hat die Wildbach- und Lawinenverbauung bachaufwärts einen Wildholzrechen errichtet und finanziert, der Treibholz zurückhalten soll.

Ganz fertig ist die Anlage noch nicht. Die Mess- und Steuerungstechnik sowie kleinere Restarbeiten laufen weiter, abgeschlossen werden sollen sie im Frühjahr 2027. In Betrieb gehen soll der Rückhalteraum im Sommer 2027.

Örflaschlucht wieder zugänglich

Für Spaziergängerinnen und Spaziergänger gibt es eine gute Nachricht: Die Örflaschlucht, laut Land ein beliebtes Naherholungsgebiet in Götzis, ist wieder zugänglich.

Gantner beschreibt den Schutzwasserbau als Vorsorge: „Schutzwasserbau ist eine Investition, deren Wert für viele erst dann sichtbar wird, wenn extreme Wetterereignisse eintreten.“

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