Mehr als 20.000 Photovoltaikanlagen in Vorarlberg laufen ohne Stromspeicher. Mit einer Speicheraktion und kostenlosen Infoabenden will das Land das ändern. Der erste Termin ist am Freitag in Nenzing.
Wer in Vorarlberg eine Photovoltaikanlage am Dach hat, aber keinen Batteriespeicher, bekommt jetzt Unterstützung beim Nachrüsten. Das Land Vorarlberg startet gemeinsam mit Partnern eine Speicheraktion mit kostenlosen Infoabenden, der erste findet am Freitag, 23. Oktober, in Nenzing statt. Nach Angaben des Landes sind im Land mehr als 20.000 PV-Anlagen ohne Speicher in Betrieb.
Als Hintergrund nennt das Land die sinkenden Einspeisetarife nach 2027. Wird für eingespeisten Sonnenstrom weniger bezahlt, gewinnt der Eigenverbrauch an Bedeutung, und ein Speicher macht den Strom vom Tag auch am Abend nutzbar. Bei den Infoabenden soll es laut Energielandesrat Markus Klien (FPÖ) darum gehen, „wann das Nachrüsten eines Speichers Sinn macht und worauf dabei zu achten ist“.
Termine der Infoabende
Der erste Infoabend findet am Freitag, 23. Oktober, von 19 bis 21 Uhr im Ramschwagsaal in Nenzing statt. Am Mittwoch, 4. November, folgt ein Termin im Wäldersaal in Lingenau von 20 bis 22 Uhr, am Mittwoch, 11. November, einer in der inatura in Dornbirn von 19 bis 21 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, weitere Termine sollen laut Land folgen.
Organisiert wird die Aktion vom Energieinstitut Vorarlberg mit Unterstützung der Energieautonomie Vorarlberg und der Innung der Elektriker in der Wirtschaftskammer. Das Energieinstitut informiert nach eigenen Angaben produktneutral. Zusätzlich bietet das Land vergünstigte Energieberatungen vor Ort an.
Bis zu drei Angebote von Fachbetrieben
Wer nachrüsten will, füllt auf der Website des Energieinstituts ein Teilnahmeformular aus und wählt bis zu drei Partnerbetriebe, die ein Angebot legen. Beteiligt sind laut Land 27 zertifizierte Vorarlberger Qualitätsbetriebe. Sie müssen einen Standort oder ein ständig erreichbares Serviceteam in Vorarlberg haben, eingebaut wird von konzessionierten Elektrofachbetrieben. Vorauszahlungsrechnungen sind bei der Aktion laut Energieinstitut nicht vorgesehen.
Die Betriebe helfen auch bei Förderanträgen und bei der Meldung an den Netzbetreiber. Zusätzliche Anreize gibt es laut Land von illwerke vkw und vom Bund, Details dazu nennt die Aussendung nicht.
Diese Mindeststandards gelten
Für die angebotenen Speicher hat das Energieinstitut technische Vorgaben festgelegt. Die Lade- und Entladeleistung muss in der Regel mindestens drei Kilowatt betragen, der Wirkungsgrad der Batterie laut Hersteller mindestens 90 Prozent. Im Standby dürfen die Geräte weniger als 20 Watt verbrauchen.
Verlangt wird außerdem eine Produktgarantie von mindestens zehn Jahren, mindestens 6.000 Vollzyklen und eine Restkapazität von wenigstens 80 Prozent nach zehn Jahren. Wer vorab Fragen zur eigenen Anlage hat, kann sich an die Energieberatung wenden. Alle Informationen gibt es unter speicheraktion.at.
