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Hügelgräber Schandorf: Neues Besucherzentrum im Südburgenland ist gratis zugänglich

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Waldweg im Herbst im Burgenland
Foto:©Unsplash, Michael Pointner

Beim Hügelgräberfeld Schandorf im Bezirk Oberwart hat ein Multimedia-Besucherzentrum eröffnet. Herzstück ist ein begehbarer Nachbau eines eisenzeitlichen Grabhügels, der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten, Inhalte und wie sich der Besuch mit dem Bahntrassen-Radweg verbinden lässt.

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Eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten im Burgenland ist jetzt für alle zugänglich. Beim Hügelgräberfeld Schandorf im Südburgenland wurde am Samstag ein Multimedia-Besucherzentrum eröffnet, der Eintritt ist frei. Herzstück ist der begehbare Nachbau eines der größten Grabhügel des Gräberfelds, im Inneren wird die Geschichte der frühen Eisenzeit erzählt.

Geöffnet ist das Zentrum bis 31. März 2027 täglich von 8 bis 16 Uhr. Von April bis Ende Oktober 2027 verlängern sich die Öffnungszeiten auf täglich 6 bis 22 Uhr. Das Besucherzentrum liegt direkt am Bahntrassen-Radweg, der 2022 eröffnet wurde und laut Land Burgenland jährlich von mehr als 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrern genutzt wird.

Was im begehbaren Grabhügel zu sehen ist

Die Ausstellung im Inneren des Nachbaus ist in vier Themen gegliedert: die frühe Eisenzeit, das Hügelgräberfeld Schandorf selbst, die Handelsbeziehungen in der Eisenzeit und die aktuelle archäologische Forschung vor Ort. Ein rund siebenminütiges Informationsvideo ergänzt die Schau, es ist auf Deutsch, Englisch, Ungarisch und Kroatisch verfügbar.

Auf der Spitze des Hügels gibt es einen Panoramapunkt mit einer digitalen Videoinstallation, die computeranimierte Bilder zeigt. Der Kuppelbau hat einen Durchmesser von mehr als 22 Metern und ist 4,5 Meter hoch. Errichtet wurde er mit einem Verfahren, bei dem Betonteile mit Luftkissen aufgeblasen und über Metallschienen verbunden werden. Die Kuppel stand laut Land Burgenland nach weniger als vier Stunden, danach wurde sie mit Erde bedeckt. Die gesamte Bauzeit betrug rund vier Monate.

Warum Schandorf für die Archäologie so wichtig ist

Funde belegen, dass das Gebiet um Schandorf seit rund 7.000 Jahren besiedelt ist. Das Hügelgräberfeld umfasst fast 400 Objekte und zählt laut Land Burgenland zu den wichtigsten archäologischen Fundstätten Mitteleuropas. Für die Öffentlichkeit war es bisher allerdings weitgehend verborgen.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) sagte bei der Eröffnung: „Mit diesem Besucherzentrum machen wir ein bedeutendes Stück burgenländischer Geschichte für alle zugänglich.“ Das Land sieht darin einen neuen Anziehungspunkt für das Südburgenland. Schandorfs Bürgermeister Bernhard Herics betonte, der Multimedia-Raum mit dem Vorplatz solle Geschichte mit Zukunft verbinden.

Grenzüberschreitendes Projekt mit Ungarn

Gebaut wurde das Besucherzentrum im Rahmen des EU-Interreg-Projekts ArcheoROUTE. Beteiligt sind Burgenland Tourismus, die Kulturbetriebe Burgenland sowie das Savaria Museum und Savaria Turizmus aus dem ungarischen Szombathely. Die Arbeiten haben im Oktober 2024 begonnen.

Weitere Angebote sind geplant: ein grenzüberschreitender archäologischer Wanderweg mit mehrsprachigen Infostationen zwischen Hannersdorf, Felsőcsátár und Schandorf sowie sogenannte Archeo-Secret-Tours mit zehn Rätselstationen dies- und jenseits der Grenze, die digital oder auf Papier gelöst werden können. Burgenland-Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel verweist auf die Lage: „Direkt am Bahntrassen-Radweg lassen sich die Themen Kultur und Radfahren ideal verbinden.“

Das Wichtigste für den Besuch

Das Besucherzentrum liegt in Schandorf im Bezirk Oberwart, unmittelbar am Bahntrassen-Radweg, und lässt sich damit gut mit einer Radtour verbinden. Der Eintritt ist frei. Bis Ende März ist täglich von 8 bis 16 Uhr geöffnet, ab April täglich von 6 bis 22 Uhr. Das Informationsvideo läuft auf Deutsch, Englisch, Ungarisch und Kroatisch.

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