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Kreuzbergl-Stollen in Klagenfurt: Ehemaliger Luftschutzstollen wird zum Museum

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Der Lindwurmbrunnen am Neuen Platz in Klagenfurt
Foto:©Unsplash/Andreas Weilguny

Jahrzehntelang war der Stollen unter dem Kreuzbergl für die Öffentlichkeit gesperrt. Jetzt zeigt das kärnten.museum dort die Dauerausstellung Über.Leben über Artenvielfalt, den Einfluss des Menschen auf die Natur und die Sage vom Lindwurm.

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Klagenfurt hat einen neuen Ausstellungsort, und er liegt im Berg. Im Kreuzbergl-Stollen beim Botanischen Garten hat das kärnten.museum am Freitag die Dauerausstellung Über.Leben eröffnet. Der ehemalige Luftschutzstollen aus dem Zweiten Weltkrieg war jahrzehntelang für die Öffentlichkeit gesperrt und wurde lange nicht genutzt.

Die Ausstellung handelt vom Überleben im wahrsten Sinn: von der Verantwortung des Menschen und vom Schutz der Artenvielfalt, der Lebensräume und des Lebens. Gestaltet wurde sie vom kärnten.museum gemeinsam mit dem Kärntner Botanikzentrum, das Teil des Landesmuseums ist.

Was die Ausstellung Über.Leben zeigt

Unter dem Motto „Das ist (k)eine Höhle“ verbindet die Schau den besonderen Ort mit den naturwissenschaftlichen Abteilungen des Museums. Im Mittelpunkt stehen die Umweltveränderungen der vergangenen 200 Jahre, die laut Stadt Klagenfurt vor allem durch menschliche Eingriffe in die Natur entstanden sind, und die Wechselwirkungen zwischen Lebewesen und Lebensräumen in Kärnten. Ein großer Raum ist der Biodiversität gewidmet.

Einen eigenen Schwerpunkt bildet der Kreuzbergl-Schiefer, ein Gestein aus dem Hausberg der Stadt. Er wurde für mehrere Bauten in Klagenfurt verwendet, unter anderem für das Lindwurmdenkmal am Neuen Platz. Die Sage vom Klagenfurter Lindwurm erzählt eine Multimedia-Installation neu.

Ein Ort der Erinnerung

Im Zweiten Weltkrieg suchten Menschen im Stollen unter dem Kreuzbergl Schutz vor Luftangriffen. Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider (Team Kärnten) verweist bei der Eröffnung auf diese Geschichte: „Der Kreuzbergl-Stollen ist ein geschichtsträchtiger Ort und ein mahnendes Symbol.“ Der Stollen erinnere an das nationalsozialistische Terrorregime, das verleihe der Ausstellung zusätzliche Bedeutung.

Die Stadt Klagenfurt ordnet das Projekt ausdrücklich der Erinnerungskultur zu. Bei der Eröffnung waren neben dem Bürgermeister auch Wolfgang Muchitsch, Direktor des kärnten.museum, und Roland Eberwein, Leiter des Kärntner Botanikzentrums, dabei.

Ausflug zum Kreuzbergl

Das Kreuzbergl liegt am Stadtrand von Klagenfurt und ist ein Naherholungsgebiet mit Wanderwegen. Der Botanische Garten des kärnten.museum befindet sich am Kreuzbergl, der Museumsstollen ist Teil davon. Wer die Ausstellung mit einem Stadtspaziergang verbinden will, kann auch das Lindwurmdenkmal am Neuen Platz besuchen, dessen Stein und Sage in der Schau eine Rolle spielen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise für den Museumsstollen veröffentlicht das kärnten.museum auf seiner Seite zum Botanikzentrum. Vor allem in der kalten Jahreszeit lohnt sich ein Blick darauf, bevor man sich auf den Weg macht.

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