Die landeseigene Breitbandgesellschaft sbidi verlegt in acht Gemeinden der Südweststeiermark Glasfaser bis ins Haus. Rund 6.111 Haushalte liegen in den Ausbaugebieten, investiert werden etwa 27 Millionen Euro. Welche Orte dabei sind und warum das Land selbst baut.
In der Südweststeiermark wird das schnelle Internet ausgebaut. Die Steirische Breitband- und Digitalinfrastrukturgesellschaft (sbidi) verlegt in acht Gemeinden und neun Ausbaugebieten Glasfaser direkt bis in die Gebäude. In den Gebieten liegen rund 6.111 Haushalte, wie das Land Steiermark am 27. Oktober mitteilte. Insgesamt sind rund 238 Kilometer Künette geplant oder bereits umgesetzt.
In den kommenden Jahren will die sbidi rund 27 Millionen Euro in die Region investieren. Die Netze bleiben in öffentlicher Hand. Der Schwerpunkt liegt laut Land auf ländlichen und unterversorgten Gebieten.
Diese Gemeinden sind dabei
Die meisten Haushalte liegen laut Land in Gleinstätten mit 1.535, gefolgt von St. Josef in der Weststeiermark mit 1.294. In St. Stefan ob Stainz samt dem Gebiet Farmi sind es 881 Haushalte, in St. Peter im Sulmtal 682 und in St. Martin im Sulmtal 389. In Hengsberg verteilen sich die Ausbaugebiete auf Hengsberg West mit 790 und Hengsberg Süd mit 224 Haushalten. Dazu kommen Kitzeck im Sausal mit dem Gebiet Fresing (212 Haushalte) und Gabersdorf mit Sajach (104 Haushalte).
Die längsten Grabungsstrecken entfallen auf St. Stefan ob Stainz mit 64 Kilometern, St. Josef mit 51 Kilometern und Gleinstätten mit knapp 49 Kilometern. Die kleinste Baustelle ist Gabersdorf mit gut 5 Kilometern.
Warum das Land selbst Glasfaser verlegt
Die sbidi wurde 2019 gegründet und ist eine hundertprozentige Tochter des Landes Steiermark. Sie berät Regionen und Gemeinden und baut laut der Breitband-Seite des Landes Steiermark dort selbst, wo besonders schlecht versorgte Gebiete liegen und sich der private Ausbau allein wirtschaftlich oft nicht rechnet. In der Südweststeiermark werden öffentlicher und privater Ausbau aufeinander abgestimmt.
Steiermarkweit hat die sbidi laut Land bis Anfang 2026 mehr als 29.000 Haushalte erreicht, rund 9.225 davon sind ans Glasfasernetz angeschlossen. Gebaut wurden mehr als 1.510 Kilometer Künette, 50 Gemeinden sind voll in Betrieb. Ein erreichter Haushalt ist also nicht automatisch ein angeschlossener.
Was der Ausbau für die Region bedeutet
Das Land sieht den Ausbau als Standortfaktor für Betriebe, Landwirtschaft, Bildungseinrichtungen und öffentliche Stellen. Die Region liegt am Korridor der Koralmbahn, die Graz und Klagenfurt verbindet. Landesrat Willibald Ehrenhöfer (ÖVP) sagt: „Eine moderne digitale Infrastruktur ist ein entscheidender Faktor für die Zukunft unserer Regionen.“
Glasfaser bis ins Haus ermöglicht deutlich höhere und stabilere Bandbreiten als Kupferleitungen, etwa für Homeoffice, Streaming oder digitale Anwendungen in Betrieben. Wann einzelne Straßen und Häuser an der Reihe sind und wie ein Anschluss beantragt wird, geht aus der Mitteilung des Landes nicht hervor. Wer in einem der Ausbaugebiete wohnt, erfährt das am ehesten im Gemeindeamt oder direkt bei der sbidi.
Quellen
Land Steiermark: Glasfaser für die Südweststeiermark: sbidi stärkt Standort und Unternehmen entlang der Koralm (27.10.2026)
Land Steiermark: Breitbandausbau in der Steiermark (2026)
