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Wiens Altstadterhaltungsfonds wird vorübergehend ausgesetzt

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Im Rathaus wurde die Maßnahme mit Budetknappheit begründet
©APA/APA/THEMENBILD/GEORG HOCHMUTH
Wien setzt den Altstadterhaltungsfonds vorübergehend aus. Das teilte Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) am Mittwoch in einer Aussendung mit. Die Entscheidung erfolge angesichts der angespannten budgetären Situation und sei Teil einer verantwortungsvollen Konsolidierung, betonte sie. Das Bekenntnis zum Schutz des baukulturellen Erbes bleibe davon unberührt, wurde beteuert.

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"Gerade weil wir den Wert dieses Instruments kennen, soll der Fonds seine Tätigkeit wieder aufnehmen, sobald es die budgetäre Situation wieder zulässt", kündigte die Ressortchefin an. Der Fonds wurde 1972 im Zuge der Altstadterhaltungsnovelle eingerichtet.

Insgesamt wurden seit seiner Gründung laut Stadt mehr als 4.600 Restaurierungsprojekte mit insgesamt 255 Mio. Euro gefördert. Mit Unterstützung des Fonds konnten Kirchen, Palais, Gründerzeithäuser, historische Wohnbauten, Bauwerke der Moderne sowie Kunst am Bau restauriert und dauerhaft erhalten werden. So sei auch der Erhalt des Stadtbildes nachhaltig gesichert worden, hielt man fest.

Ausdrücklich verwies Kaup-Hasler darauf, dass der Altstadterhaltungsfonds eine freiwillige Förderleistung der Stadt darstelle. Vor dem Hintergrund der aktuellen budgetären Herausforderungen werde sie daher ausgesetzt, und zwar vorübergehend, wie sie bekräftigte.

Die ÖVP kritisierte die Aussetzung. Kultursprecherin Judith Edelmann und Planungssprecherin Elisabeth Olischar orteten in einer Aussendung ein "weiteres Beispiel dafür, wie die verfehlte Budgetpolitik von SPÖ und NEOS zunehmend zulasten zentraler Aufgaben geht". Sie sprachen von einem "fatalen Signal" für den Erhalt des baukulturellen Erbes der Stadt und forderten eine weitere Dotierung des Fonds.

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