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Junge Frauen und Männer zwischen dem 21. und 30. Geburtstag, die sich im Nachholimpfprogramm bis Ende 2025 die kostenlose Erstimpfung geholt haben, können die zweite Impfung nur noch bis zum 30. Juni gratis durchführen lassen. Wer die Impfserie noch nicht begonnen oder nicht rechtzeitig abgeschlossen hat, muss künftig wieder mehrere hundert Euro für den empfohlenen Schutz bezahlen, kritisierten BJV, ÖH und "HPV-Impfung jetzt!" in einer gemeinsamen Aussendung.
Die Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV) ist wirksam gegen Krebsvorstufen und in weiterer Folge gegen sechs HPV-assoziierte Krebserkrankungen - nämlich Krebs von Gebärmutterhals, Scheide, Vulva, Penis und Anus sowie Krebsformen im Bereich des Rachens und des Kehlkopfes. Außerdem verhindert sie lästige Genitalwarzen.
"Die HPV-Impfung ist die einzige Impfung, die nachweislich vor verschiedenen Krebsarten schützen kann. Gerade deshalb ist es unverständlich, dass ausgerechnet bei einer der wirksamsten Maßnahmen der Krebsprävention gespart wird", betonten die BJV-Vorsitzenden Lejla Visnjic und Ahmed Naief. "Gerade die Gesundheitsvorsorge sollte nicht vom Einkommen abhängig sein", hieß es aus dem ÖH-Vorsitzteam.
Der Gesundheitssprecher der Grünen, Ralph Schallmeiner, appellierte an Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) und die weitere Bundesregierung, das Programm neu aufzulegen und dauerhaft abzusichern. "Die kostenlose HPV-Impfung für alle bis 30 muss so lange angeboten werden, bis wir das WHO-Ziel einer Durchimpfungsquote von 90 Prozent auch in dieser Altersgruppe erreichen", forderte er in einer Aussendung.
Die Durchimpfungsrate zwischen 21 und 30 Jahren ist durch die kostenlose Nachholaktion von unter zehn Prozent auf zuletzt 30 Prozent gestiegen, berichtete das ORF-Radio am Freitag. Die HPV-Impfung ist ab dem neunten Geburtstag empfohlen und am besten erfolgt sie im Alter zwischen neun und elf Jahren und vor dem ersten Sexualkontakt. "Je früher, desto besser, und wenn wir jung impfen, haben wir eine stärkere Immunantwort und kommen auch den ersten Infektionen zuvor", sagte der Gynäkologe und HPV-Experte Elmar Joura von der MedUni Wien im Ö1-"Morgenjournal". "Aber ich vergleiche es immer mit dem Sicherheitsgurt: Idealerweise schnallen wir uns vor Fahrtantritt an. Wenn wir unterwegs draufkommen, wir sind nicht angeschnallt, was ist das Beste? Wir schnallen uns dann an", riet er zur Nachholimpfung.
( S E R V I C E - Infos und Impfangebote nach Bundesländern: https://impfen.gv.at/impfungen/hpv )






