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"Gerade in Zeiten knapper Mittel zeigt sich, wie unverzichtbar öffentliche Kulturausgaben sind: Sie bilden eine Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt, künstlerische Innovation und internationale Sichtbarkeit - und sie entfalten auch eine messbare wirtschaftliche Wirkung. Kunst und Kultur setzen Impulse für Tourismus und Stadtentwicklung, schaffen Arbeitsplätze und tragen zur Wertschöpfung bei", so Babler, der als neu entstandene Initiativen exemplarisch das Gold & Pech Theater in der Steiermark und das Tanzfestival Zugzwang in Kärnten anführt. "All das unterstreicht die Bedeutung stabiler Rahmenbedingungen und verlässlicher Förderung - gerade auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten."
In einer Aussendung wird u.a. die Weiterführung der Fair-Pay- und der Digitalisierungs-Strategie hervorgehoben: "Mit Zuschüssen in Höhe von 9,97 Mio. Euro konnten über 900 Fördernehmer:innen bei ihren Bemühungen um bessere Vergütung unterstützt werden. Auf dem Gebiet der digitalen Technologien stand das Jahr 2025 ganz im Zeichen des Ausbaus der österreichischen Kulturerbe-Plattform Kulturpool. Mehr als 2 Mio. Kunst- und Kulturschätze aus 126 Institutionen sind inzwischen über Kulturpool digital verfügbar."
Bei den Förderausgaben gab es ein größeres Plus im Bereich der Darstellenden Kunst (von 223,4 auf 234,3 Mio. Euro), größere Reduktionen mussten die Bereiche "Festspiele, Großveranstaltungen" (von 27,3 auf 22,9 Mio. Euro), "Internationaler Kulturaustausch" (von 10,5 auf 5,1 Mio. Euro) und "Kulturinitiativen" (von 10,5 auf 5,1 Mio. Euro) hinnehmen. "Im Wesentlichen setzt sich die Veränderung der Ausgaben aus den geringeren Auszahlungen für die Generalsanierung der Salzburger Festspielhäuser, dem geringeren Bundesanteil für die Kulturhauptstadt Bad Ischl, einer Reduktion von Fördermitteln über alle Sparten sowie der Reduktion der Investitionsmittel bei gleichzeitiger Erhöhung der Basisabgeltung bei den Bundestheatern und Bundesmuseen zusammen", heißt es dazu im Bericht. "Alle anderen Schwankungen liegen im Bereich des Üblichen oder haben rein administrative bzw. finanztechnische Ursachen."
Bei den Bundesmuseen wie der Albertina, dem KHM-Verband oder dem Belvedere stieg die Basisabgeltung von 138,56 Mio. auf 145,38 Mio. Euro. Bei den Bundestheatern wie dem Burgtheater oder der Staatsoper ging die Basisabgeltung von 194,17 Mio. (Saison 2023/24) auf 203,76 Mio. Euro (Saison 2024/25) nach oben.
Im Bereich der Geschlechterverteilung bei den Förderungen und Stipendien im Kunstbereich ist das Verhältnis von Frauen zu Männern mittlerweile "relativ ausgewogen", konstatiert der Bericht im Kapitel "Gender". So wurden im Jahr 2025 im Bereich der Kunst 1.326 Stipendien und Projektförderungen vergeben, 617 betrafen Künstler, 702 Künstlerinnen, bei den Kunstankäufen betrug das prozentuale Verhältnis 71 zu 29 zugunsten der Frauen. Bei den Referenzmittel-Förderungen durch das Österreichische Filminstitut setzte sich dagegen ein Trend zuungunsten der Frauen fort. So wurden 43,5 Prozent aller Mittel an Projekte mit weiblicher Regie vergeben - was einem neuerlichen Minus von 1,3 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Die Zahl der Projekte mit Drehbuchautorinnen sank um 3,1 Prozent auf 35,6 Prozent.
Weiterhin ein eklatantes Ungleichgewicht gibt es dagegen etwa bei der Vergabe des Österreichischen Staatspreises, der höchsten Auszeichnung der Republik Österreich für ein künstlerisch herausragendes Lebenswerk. Dieser ging in den Jahren 1950 bis 2025 an 105 Männer und an 14 Frauen - ein Missverhältnis, das mit der für 21. Oktober angesetzten Überreichung des Staatspreises 2026 an den Schriftsteller Clemens J. Setz fortgeschrieben wird. Der Kunstsenat bestand 2025 zu drei Vierteln aus Männern.
(S E R V I C E - www.bmkoes.gv.at/kunst-und-kultur/service-kunst-und-kultur/publikationen/kunst-und-kulturberichte.html )
