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Iran warnt vor nicht genehmigten Routen durch Hormuz-Straße

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Schiffsverkehr weiter unter Druck der Kriegspolitik
©Afp, APA, ATTA KENARE
Die vom Iran zur Verwaltung der Seestraße von Hormuz eingerichtete Behörde PGSA hat Schiffe vor Konsequenzen gewarnt, wenn sie "nicht autorisierte" Routen in der Region befahren. "Dieses Vorgehen birgt nicht nur das Risiko finanzieller und menschlicher Verluste für das Schiff, die Reederei, den Kapitän und die Besatzung, sondern schränkt auch die künftige Durchfahrt des Schiffes durch die Straße von Hormuz erheblich ein", teilte die PGSA auf der Plattform X mit.

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Schiffseigner müssten mit Blick auf solche rechtswidrigen Handlungen die gebotene Sorgfalt walten lassen. Im Falle von Verstößen durch Charterer müssten alle Schiffe der betroffenen Unternehmen künftig mit Einschränkungen rechnen.

Die Kriegsparteien USA und Iran ringen schon länger um die vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Straße von Hormuz. Zuletzt hatte der Iran den USA laut dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi über Katar einen "Sieben-Tage-Plan" übermittelt. Die USA sollten demnach bestimmte Anforderungen erfüllen, und im Anschluss sollte die Meerenge am Persischen Golf wieder geöffnet werden. Laut dem "Wall Street Journal" gehörte zu diesen Forderungen, dass die USA ihre Seeblockade aufheben. US-Präsident Donald Trump lehnte den iranischen Vorschlag ab. Das Angebot sei nicht annehmbar gewesen, sagte Trump am Samstag vor Journalisten am Weißen Haus.

Der Iran drang nichtsdestotrotz weiter auf eine diplomatische Lösung. "Unsere Bedingungen sind klar, und jeder Schritt zur Wiedereröffnung der Straße von Hormuz setzt die Erfüllung dieser Bedingungen voraus", schrieb Außenminister Araqchi am Sonntag in Sozialen Medien. "Nur eine Verhandlungslösung kann sie aus dieser Sackgasse herausholen." Araqchi erklärte auch, die Vermittler hätten eine offizielle Ablehnung des "Sieben-Tage-Plans" durch die USA bis dato nicht übermittelt.

Der Oman rief die Konfliktparteien im Nahen Osten zu Zurückhaltung und Dialog auf und bot sich erneut als Vermittler an. Die Beteiligten sollten ihre Streitigkeiten durch "Zurückhaltung und Weitsicht" sowie politische Gespräche beilegen, sagte Außenminister Badr al-Busaidi am Samstag bei der UNO-Generaldebatte in New York. Der Oman werde seine Bemühungen um die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormuz fortsetzen, sagte Busaidi weiter. Er rief alle Seiten auf, dabei mit seinem Land zusammenzuarbeiten. Oman liegt dem Iran an der strategisch wichtigen Meerenge gegenüber. Schiffe, die iranische Beschränkungen umgehen wollen, fuhren zuletzt verstärkt entlang der omanischen Küste.

Vor dem Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran verlief die Schifffahrt in der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman weitestgehend ungestört. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wurde durch die Straße von Hormuz transportiert, die auch für den Transport von Flüssiggas und Dünger von zentraler Bedeutung ist. Nach Kriegsbeginn brachte der Iran den Schiffsverkehr mit Drohungen und Angriffen fast zum Erliegen. In der Folge stiegen die Weltmarktpreise für Öl und Gas sprunghaft an.

US-Finanzminister Scott Bessent sieht unterdessen Erfolge bei den Bemühungen der USA, den Iran wirtschaftlich weiter zu isolieren. Auf seine Anweisung seien Teams in zahlreiche Länder geschickt worden, um dort auf Maßnahmen gegen Teheran zu dringen, erklärte Bessent am Samstag (Ortszeit) auf X. "Diese Bemühungen zeigen Wirkung."

Bessent verwies unter anderem darauf, dass die Türkei und Oman keine Flüge der privaten iranischen Fluggesellschaft Mahan Air mehr ins Land ließen. Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten sämtliche Flüge iranischer Airlines gestoppt. Zudem blockierte deren Zentralbank am Mittwoch Transaktionen von Filialen der iranischen Bank Melli. Die Türkei entzog vergangene Woche der iranischen Bank Mellat die Lizenz.

Die USA hatten ihre Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften in dieser Woche deutlich verschärft. Finanzminister Bessent hatte angekündigt, iranische Airlines würden "weltweit lahmgelegt", und Staaten mit einem Ausschluss aus dem Dollarsystem gedroht, sollten sie den Fluggesellschaften weiter Kerosin oder Bodenabfertigung bereitstellen. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" führte das US-Finanzministerium Gespräche mit mehr als 50 Ländern.

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