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Herzogin Meghans Vater in den USA festgenommen

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Meghan hat seit Jahren keinen Kontakt zu ihrem Vater
©Afp, Michele Spatari, APA
Wegen mutmaßlichen Besitzes von bildlichem sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial ist der Vater von Herzogin Meghan und Schwiegervater des britischen Prinzen Harry in den USA festgenommen worden. Thomas Markle wurde am Freitag von Beamten der US-Bundespolizei FBI aus dem Seniorenheim in Florida, in dem er lebt, abgeführt, berichteten zunächst die britische Zeitung "Daily Mail" und die US-Zeitung "New York Post".

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Später teilte die Staatsanwaltschaft des Zentralbezirks von Kalifornien mit, der 82-Jährige werde wegen des Besitzes von Missbrauchsmaterial angeklagt. Zuvor seien zwei Lagerräume in der Gegend von Los Angeles untersucht worden, die Markle seit fast zwei Jahrzehnten angemietet habe, hieß es. Bei der Durchsuchung dieser Lagerräume seien 78 Gegenstände entdeckt und in Gewahrsam genommen worden, darunter Bildmaterial und Bücher im Zusammenhang mit mutmaßlich missbrauchten Minderjährigen.

Noch am Freitag (Ortszeit) soll Thomas Markle in Tampa im Bundesstaat Florida vor Gericht erscheinen. "Die Anschuldigungen sind extrem ernst und wir werden Herrn Markle mit allen rechtlichen Mitteln strafrechtlich verfolgen", teilte der stellvertretende Bundesstaatsanwalt in Kalifornien, Bill Essayli, mit. Herzogin Meghan äußerte sich zunächst nicht zu der Festnahme ihres Vaters.

Im Oktober war bekanntgeworden, dass der Vater der Frau von Prinz Harry in seinem früheren Haus in der Provinz Cebu auf den Philippinen eine große Menge an Missbrauchmaterial zurückgelassen haben soll. Das hatten verschiedene Medien unter Berufung auf Meghans Halbbruder, Thomas Markle Jr. (60), berichtet. Dieser gab an, Kontakt zur Polizei auf den Philippinen aufgenommen zu haben, nachdem er in dem Haus entsprechende Bilder und Videos gefunden habe. Zudem habe er seine Funde im Juli den Behörden in den USA gemeldet.

Meghans Vater, der mittlerweile wieder in den USA lebt, wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete sie als "kranke Lügen". Inzwischen geriet auch der Sohn ins Visier der Ermittler auf den Philippinen. Er könnte ebenfalls in die mutmaßlichen Straftaten verwickelt sein, sagte Innenminister Juanito Victor Remulla in Manila zuletzt und verwies auf Zeugenaussagen. Er werde bisher aber lediglich als "Person von Interesse" betrachtet und nicht als Verdächtiger.

Bei den Ermittlungen seien bisher etwa 7.500 Fotos sowie ein Video mit Aufnahmen von mutmaßlich missbrauchten minderjährigen Buben und Mädchen sichergestellt worden, erklärte der Minister. Die abgebildeten Kinder stammten demnach aus Asien, Lateinamerika und Europa. Remulla bezeichnete das Material als "besonders verstörend".

Markle Jr. hat den Behörden insgesamt vier Kisten mit Beweismaterial übergeben, darunter Computer, Mobiltelefone, Festplatten und alte Videokassetten, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Die Polizei in Cebu erhielt demnach in der vergangenen Woche einen richterlichen Beschluss, um die Datenträger und Unterlagen zu untersuchen. Genaue Details, weshalb Markle Jr. nun ins Visier der Ermittler geraten ist, wurden nicht mitgeteilt.

Meghan (45) hatte sich nach Bekanntwerden der Berichte "zutiefst bestürzt" gezeigt. Sie sei bereits 2018 von britischen Sicherheitsbehörden über "beunruhigende und verstörende Vorwürfe" gegen ihren Vater informiert worden, hatte die Frau von Prinz Harry Ende Oktober mitgeteilt. Sie fügte hinzu: "Ich hoffe, dass nun verständlich wird, dass - trotz der Verzerrungen durch einige Medienberichte im Laufe der Jahre - jede Distanz zu meinem Vater und meine Entscheidung, ihm den Kontakt zu unseren Kindern zu verweigern, nur einem Grund diente: sie zu schützen."

Die beiden haben seit langem ein schwieriges Verhältnis. Thomas Markle war 2018 nicht zur Hochzeit seiner Tochter in Großbritannien gereist. Stattdessen hatte ihr Schwiegervater, der damalige Thronfolger Charles, Meghan zum Altar geführt.

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