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Hanke wolle im Frühjahr 2027, wenn die Regeln ein Jahr in Kraft sind, Bilanz ziehen und - sofern sich die Unfall- und Verletzungsstatistiken nicht gebessert haben - über Verschärfungen diskutieren, erläuterte der Sprecher. "Junge Menschen gehören geschützt. Deshalb ist es mir ein Anliegen, wiederholt darauf hinzuweisen: Es gibt die Helmpflicht bis zum 16. Lebensjahr, neue Vorgaben zur Ausstattung der E-Scooter und auch die Herabsetzung der Promillegrenze auf 0,5", betonte der Verkehrsminister in der "Krone".
"Wir wissen alle, dass es E-Scooter gibt, die jenseits der gesetzlichen Vorgaben unterwegs sind. Das muss massiv eingeschränkt werden", sagte Hanke außerdem. Er werde gemeinsam mit Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) dafür Sorge tragen, dass dieses "Rowdytum" eingedämmt wird.
In Sachen Klimaschutz und Bodenverbrauch hob Hanke Investitionen in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs hervor. Zusätzlich "brauchen wachsende Städte aber auch passende Straßenverbindungen", sagte er. Hier gelte es, eine angemessene Balance zu finden. "Wenn wir sehen, dass wir auf der Südosttangente täglich im Schnitt über fünf Stunden Stau haben, wissen wir auch, was das für zusätzliche CO2-Emissionen bedeutet - das kann doch nicht unser Wunsch sein."
Kritik daran kam von den Wiener Grünen: "Weil Staus CO2 verursachen, sollen wir mehr Straßen bauen. Das ist ungefähr so logisch wie mehr Zucker gegen Karies. Mehr Straßen führen zu mehr Autoverkehr - diese Erkenntnis sollte sich mittlerweile eigentlich auch bis zur SPÖ herumgesprochen haben", reagierte Peter Kraus, Parteivorsitzender der Grünen Wien, in einer Aussendung.
Zur Kritik von Burgenlands Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil (SPÖ) an der Bundesregierung und an der Performance seiner Partei gefragt, sagte Hanke: "Doskozil ist ein kritischer Geist und es ist auch durchaus in Ordnung, dass man manches zur Diskussion stellt. Ich glaube, diese Koalition und die SPÖ haben bewiesen, dass wir positive Veränderungen umzusetzen und in schwierigen Situationen auch Kompromisse finden können. Deshalb halte ich das, was bis dato geleistet wurde, für herzeigbar."
Klar sei: "Man muss sich immer nach oben orientieren und darf mit dem Status quo nicht zufrieden sein. Deshalb gilt es, Tag für Tag daran zu arbeiten, dass sowohl die Wirtschaft als auch das Sozialsystem immer wieder weiterentwickelt werden."
