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Unter den Verletzten ist den Behörden zufolge ein elfjähriges Mädchen, dem ins Bein geschossen wurde. Der mutmaßliche Täter betrat das Schulgebäude und gab mehrere Schüsse in einem Gang ab, der zum Büro des Schulleiters führt, wie der Oberstleutnant der Militärpolizei von Acre, Felipe Russo, mitteilte. Der Bub habe sich nach dem Angriff der Polizei ergeben.
Der Stiefvater des Schützen, dem die bei dem Angriff verwendete Pistole gehört, wurde Russo zufolge ebenfalls festgenommen. Die Polizei habe zudem weitere Schüler identifiziert, die möglicherweise mit dem Angreifer zusammenarbeiteten.
Von örtlichen Medien veröffentlichte Bilder zeigten eine Frau, die auf einer Trage evakuiert wird sowie weinende Menschen vor dem Schulgebäude. Eduardo Rodrigues Cavalcante, der als Rezeptionist in einem Hotel neben der Schule arbeitet, beschrieb, wie einige Schüler versuchten, über eine Mauer zu klettern, die die Schule vom Hotel trennt. "Die Mauer ist sechs Meter hoch, und nur einem Menschen gelang es, hinüberzuspringen und hier im Hotel Zuflucht zu suchen", sagte der 19-Jährige. "Die anderen blieben beim Versuch zu fliehen auf dem Schuldach zurück." Er habe "Schüsse und viel Geschrei" gehört.
Die Regierung von Acre gab bekannt, dass an allen Schulen des Bundesstaates der Unterricht für drei Tage ausgesetzt werde und psychologische Unterstützungsteams mobilisiert worden seien, um Schüler und Lehrkräfte zu betreuen. Die Regierung sprach zudem den Betroffenen des Schusswaffenvorfalls ihr Beileid aus.
Brasilien verzeichnet in den vergangenen Jahren einen drastischen Anstieg von Angriffen auf Bildungseinrichtungen. Im September 2025 waren an einer Schule im nordöstlichen Bundesstaat Ceará zwei Jugendliche erschossen und drei weitere verletzt worden. Im Oktober 2023 war bei einem Schusswaffenvorfall an einer Schule in São Paulo ein 17-jähriger Schüler ums Leben gekommen, drei weitere wurden verletzt. Im April desselben Jahres war ein 25-jähriger Mann in eine Kindertagesstätte im südlichen Bundesstaat Santa Catarina eingedrungen und hatte mit einer Axt vier Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren getötet.






