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Olymp kennzeichnet Kleidung künftig mit Nachhaltigkeitssiegeln

In Kooperation mit Olymp
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Johann Trischberger COO

Hemdenhersteller aus Bietigheim-Bissingen reagiert auf neue EU-Vorgaben gegen Greenwashing und überarbeitet seine Produktkommunikation

Der Hemden- und Männermodehersteller Olymp mit Sitz in Bietigheim-Bissingen im Landkreis Ludwigsburg richtet seine Kommunikation zu Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung neu aus. Künftig sollen Produkte mit ihren jeweiligen Nachhaltigkeitseigenschaften ausgewiesen werden, basierend auf anerkannten Siegeln und Zertifizierungen.

Zertifizierte Standards statt allgemeiner Aussagen

Das Unternehmen stützt seine neue Kennzeichnung ausschließlich auf etablierte Zertifizierungen wie Fair Wear, Oeko-Tex, GOTS, OCS, RWS, RCS und Tencel. Damit sollen ökologische und soziale Eigenschaften der verwendeten Materialien nachvollziehbar dargestellt werden. Mark Bezner, Inhaber und Geschäftsführer der Olymp Bezner KG, formuliert den Anspruch hinter der Initiative so: „Verantwortung ist erst ein Wert, wenn man ihr gerecht wird.“

Johann Trischberger, operativer Geschäftsführer des Unternehmens, erläutert den Hintergrund der Umstellung: Olymp kommuniziere ökologisch und sozial nachhaltigere Materialeigenschaften, die durch anerkannte Standards zertifiziert seien, nun direkt an den Produkten. Damit erhielten Kundinnen und Kunden eine Orientierung beim Kauf, während sich das Unternehmen zugleich zu seiner Verantwortung in der Lieferkette bekenne. Verantwortung brauche, so Trischberger weiter, ein Gesicht, um glaubwürdig zu sein. Deshalb stehe Mark Bezner als Inhaber und Familienunternehmer in dritter Generation persönlich für das Versprechen ein.

Reaktion auf neue EU-Richtlinie gegen Greenwashing

Die Umstellung steht auch im Zusammenhang mit der EU-Verbraucherrichtlinie „Empowering Consumers“ (EmpCo), die gegen irreführende Umweltaussagen im Handel vorgeht. Mit der Fokussierung auf geprüfte Siegel will Olymp nach eigenen Angaben den künftigen regulatorischen Anforderungen entsprechen und zugleich auf veränderte Erwartungen der Kundinnen und Kunden reagieren.

Neue Filterfunktion im Onlineshop

Auch der Onlineshop des Unternehmens wurde überarbeitet. Unter dem Menüpunkt „Produktstandard“ können Kundinnen und Kunden gezielt nach nachhaltigen Eigenschaften der Kleidungsstücke filtern, etwa nach bio-zertifizierten Naturfasern, zertifizierten Tierfasern, kontrollierter Herstellung sowie dem Anteil an Recycling- oder holzbasierten Materialien. Eine eigene Landingpage und der Verantwortungsbereich der Unternehmenswebsite liefern zusätzliche Informationen. Ab der Herbstkollektion 2026 sollen Hängeetiketten an den Produkten auf das Verantwortungsbekenntnis hinweisen, während die Pflegeetiketten die jeweils zugrunde liegenden Standards und Siegel ausweisen.

Kundenbefragung als Grundlage

Den neuen Ansatz begründet Olymp mit einer im Jahr 2025 durchgeführten Befragung unter Kundinnen und Kunden. Nachhaltigkeit sei demnach für viele Befragte ein wichtiges Kriterium beim Kleidungskauf. Besonders hohe Bedeutung hätten dabei eine lange Haltbarkeit der Produkte, gesundheitlich unbedenkliche Materialien sowie faire Arbeitsbedingungen in der Produktion.

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