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Gegründet hatte Immer-noch-Inhaber Othmar Bajlicz, der die 70 schon länger überschritten hat, das Ur-Chelsea allerdings nicht am Gürtel, sondern in einem Keller in der Josefstädter Piaristengasse. "Damals war Wiens Musikszene im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen schwach aufgestellt. Es war somit ein Novum, dass in Clubatmosphäre täglich wechselnde DJs Platten auflegten und heimische Indie-Bands eine regelmäßige Auftrittsmöglichkeit erhielten", erinnert man sich in der Ankündigung zu den bevorstehenden Geburtstagsgigs. Die Goldenen Zitronen, Die Toten Hosen oder Soundgarden schauten dort vorbei.
1995 übersiedelte man dann in die U-Bahn-Bögen zwischen den U6-Stationen Thaliastraße und Josefstädter Straße, wo das Chelsea nach wie vor residiert. Neben Underground-Auftritten gab es zunehmend Partyauflegereien an den Wochenenden und Übertragungen von Fußballereignissen. Später erfolgreiche heimische Bands wie Bilderbuch, Wanda, Voodoo Jürgens oder Clara Luzia absolvierten im gewölbeartigen Club ebenso frühe Auftritte wie internationale Acts von Sportfreunde Stiller über Gossip bis zu Peaches. Derzeit zählt das Chelsea rund 200 Konzerte im Jahr.
Gleich eineinhalb Dutzend Abende sind nun für das 40-jährige Jubiläum reserviert. Los geht es am 24. November mit H.P. Zinker, einem Ende der 80er gegründeten, austro-amerikanischen Grunge-Trio rund um Hans Platzgumer, das seinen bisher letzten Auftritt vor exakt 31 Jahren in Rotterdam hatte und für das Chelsea ein Kurzzeit-Revival hinlegt. Zum Abschluss am 18. Dezember treten Cousines Like Shit auf.
(S E R V I C E - https://www.chelsea.co.at/ )
