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In dem Buch widmet sie sich einer besonderen Facette der belgischen Kolonialgeschichte: 1879 beauftragte König Leopold II. von Belgien den irischen Abenteurer Frederick Carter, vier gezähmte Indische Elefanten an die ostafrikanische Küste zu verschiffen, um danach ins Landesinnere zu marschieren und eine Ausbildungsstätte für Afrikanische Elefanten zu gründen. Als Last- und Arbeitstiere waren die Elefanten als zentrales Mittel der kolonialen Ausbeutung vorgesehen.
Sophy Roberts macht sich in Archiven und vor Ort auf die Suche nach Spuren dieser Expedition und erzählt dabei von Gier, Heuchelei und Hybris - und vom Verschwinden eines Paradieses. "Ende des 19. Jahrhunderts, als die in diesem Buch wiedergegebene Geschichte beginnt, war die Anzahl der Elefanten durch den Elfenbeinhandel" bereits stark dezimiert. "Nur 25 Jahre früher jedoch hatte diese Gegend für wissbegierige Europäer Terra incognita bedeutet, eine Art verheißenes Land."
(S E R V I C E - Sophy Roberts: "Schule der Elefanten. Auf der Suche nach den Fußspuren des Kolonialismus", aus dem Englischen übersetzt von Brigitte Hilzensauer, Zsolnay Verlag, 448 Seiten, 32,90 Euro, ISBN 978-3-552-07644-0; Buchpräsentation am 22. September, 19 Uhr, im Kreisky Forum, Wien 19, Armbrustergasse 15. Veranstaltung in englischer Sprache.)
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/Zsolnay Verlag
