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Das Ganze begann Anfang der 90er-Jahre als Scherz. "Als es 1992 losging, habe ich immer gesagt: Das geht ein paar Monate, dann ist Schluss und ich muss wieder etwas anderes machen", erzählt Kuhn. Dann wurde daraus ein Jahr, noch ein Jahr – und irgendwann war klar, dass das Publikum die singende Föhnwelle nicht wieder gehen lassen wollte.
Die Musiker überzeichneten die Schlager der 70er-Jahre so lange, bis aus Kitsch Kult wurde. "Ich glaube, dass die Figur mit ihren ganzen Facetten von Anfang an das Erkennungsmerkmal war: die Föhnwelle, das Brusthaartoupet und die entsprechend auftretende Band."
Auslöser für den Schlussstrich ist vor allem eine schwere Erkrankung des Gitarristen Philipp Feldtkeller. In den vergangenen Jahren machte seine gesundheitliche Situation viele Auftritte unmöglich. Einen Ersatz will Kuhn nicht suchen. "Ich finde es konsequent, wenn wir sagen: Wir machen das zusammen - oder wir machen es gar nicht. Das war immer unser Credo." Damit wird das Ende nicht zu einer bloßen Managemententscheidung, sondern zu einer Frage der Loyalität.
Eine Art Abschiedsgeschenk für Fans und Band kommt in die deutschen Kinos: Mehr als 180 Stunden Archivmaterial sichtete Regisseurin Juliane Sauter für den Film "Und es war Sommer". Außerdem begleitete sie die Band über Monate und auf ihrer Tour 2024. Sauter wollte einen Film über eine außergewöhnliche Schlagerband drehen. Hinter der Inszenierung entdeckte sie die jahrzehntelange Freundschaft zwischen Kuhn und Feldtkeller.
