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Der Schweizer Autor Alex Capus nimmt diese historische Geschichte als Aufhänger für seinen wunderbaren Roman "Querfeldein", den er rund um einen Schweizer Grenzgasthof ansiedelt. Neben dem prächtigen Mannsbild Hermann Weber, der erst im zweiten Teil auftaucht, handelt die Geschichte von dem gewitzten Gastwirt Arnold, seiner amazonenhaften Frau Betty und ihrer freiheitsliebenden Tochter Clara.
Jahrzehnte bevor der Schmuggler im Schweizer Dorf erscheint, gründet Arnold dank eines sagenhaften Casinogewinns den Gasthof "Zur Moskau", der zum Nachrichtenumschlagsplatz des Dorfes wird. Mit einer eigenwilligen Pferdezüchterin gründet er eine ebenso eigenwillige Familie, in der Freiheit und Zusammenhalt gelebt werden.
Die Geschichte ist ein bisschen märchenhaft, doch die Personen sind so kraftvoll und warmherzig gezeichnet, dass man sie lieben muss. Obwohl Capus historische Dokumente eingebunden hat, bleibt sein Werk doch weitgehend fiktional.
(Von Sibylle Peine/dpa)
(S E R V I C E - Alex Capus: "Querfeldein", Hanser, 288 Seiten, 25,70 Euro)
BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/Hanser Verlag
