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Dem Text hat sie auch einen Schuss Ironie verpasst. "Weil man ja manchmal den Verstand verliert, wenn man sich verliebt", schmunzelte die in Kopenhagen geborene Wide im Gespräch mit der APA. Zum rot-weiß-roten Label Strasser Music ist die Dänin über eine Zusammenarbeit mit dem in Wien lebenden Singer-Songwriter Arrie gestoßen (gemeinsamer Song: "Walk Away"). Derzeit arbeitet sie an ihrem ersten Album, das 2027 auf den Markt kommen soll.
Eine Karriere im Showbiz strebte Wide früh an. "Als ich sehr jung war, habe ich entdeckt, dass ich richtig gut singen kann. Ich besuchte eine Talentschule für Kinder, wo man richtig hart im Singen und Schauspielen trainiert wurde. Das war ziemlich intensiv. Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen, ich liebe es zu singen, ich liebe es zu schreiben. Ich muss das einfach tun."
Erste Songwriter-Schritte unternahm sie mit acht Jahren. Mittlerweile schreibt Wide auch für andere Acts. "Ich mache Popmusik, richtig poppige Popmusik mit vielen starken Hooklines", betont sie selbstbewusst. Der Weg ins Ausland sei dabei unumgänglich gewesen, so die junge Künstlerin. "Ich mache schon lange Musik in Dänemark, aber dort ist sehr schwierig mit Liedern, die nicht auf Dänisch sind. Viele skandinavische Länder haben im Moment diese Entwicklung, dass sie - weil es kleine Länder sind - Künstler fördern, die in ihrer Muttersprache singen, weil sich das leichter verkauft, da die Leute sich leichter damit identifizieren können."
So ging Wide nach London, danach kam Berlin. "Dann war ich in Südafrika, in Taiwan, an vielen Orten, um die Kultur zu erleben und zu sehen, wie dort die Leute produzieren und Songs schreiben", sagt die Sängerin und ergänzt: "Nach Los Angeles jetzt Wien. Ich habe viel gelernt - und es hat Spaß gemacht."
Welche Ansprüche stellt Emi Wide an ihre Arbeit? "Zuallererst hoffe ich, dass die Leute sich mit meiner Musik identifizieren können. Ich möchte den Leuten eine gute Zeit bereiten, eine gute Freundin sein, mit der man sich musikalisch identifizieren kann. Wenn es einem gerade nicht so gut geht, soll man sich durch meine Musik hoffentlich weniger allein fühlen - oder als hätte man eine Pop-Freundin, die einen ein bisschen aufmuntert oder etwas schreibt, mit dem sich manche identifizieren können."
Wide weiß als Kind ihrer Zeit von der Wichtigkeit heutzutage der Präsenz in sozialen Medien. Wie geht sie an diese Aufgabe heran? Sie hoffe, ein "fröhliches, verspieltes Bild" von ihr zu vermitteln, lautet die Antwort. "Denn so bin und so fühle ich mich wirklich." Ihre Persönlichkeit auf Dauer in den sozialen Medien zu vermitteln, könne natürlich anstrengend sein. "Ich glaube auch nicht, dass irgendein Mädchen, das Popsängerin werden will, auch daran denkt, Content Creatorin werden zu wollen. Man verbringt genauso viel Zeit mit Videoproduktion und Social Media wie mit Musikmachen. Vielleicht sogar viel mehr." Frohnatur Emi Wide vergisst dabei nicht zu betonen: "Es macht aber auch Spaß."
(Das Gespräch führte Wolfgang Hauptmann/APA)
(S E R V I C E - https://www.youtube.com/channel/UCtQfqBsChGO92JVeTD2FYSA )
KOPENHAGEN - DÄNEMARK: FOTO: APA/APA/Strasser Music/Musicandmedia/Ida Boll/Ida,Boll
