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Rita Ora hielt in Wien die Party am Laufen

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Rita Ora vor wenigen Tagen bei einer Filmpremiere in LA
©APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AMY SUSSMAN
Konzerthallen sind für Rita Ora in Österreich offenbar tabu: Der Popstar gastierte hierzulande am Donauinselfest, am Berg in Ischgl und beim Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel. Am Donnerstag trat die 35-Jährige nach 2014 wieder in Wien auf - im Rahmen des Donauinsel Open Airs. Rund 70 Minuten lieferte sie mit Band, Konserve und Sängerinnen Upbeat-Songs zwischen Pop, Dance, Disco und R'n'B-Touch. Laut Veranstalter wollten sich das "6.500 bis 7.000" Fans nicht entgehen lassen.

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Am Anfang war der Krach: Die Sängerin, Songschreiberin, TV-Persönlichkeit und Schauspielerin eröffnete das Programm mit "Black Widow", einem düsteren, dröhnenden Trapsong mit Gitarrengekreische. Aber die Kids im Publikum mussten sich nicht lange schrecken: Schon ging es mit "I Will Never Let You Down" in poppigere Gefilde. Zu "Ask & And You Shall Receive" konnte bereits getanzt werden, ehe es mit einem leichten Latin-Rhythmus in "Ritual" überging. Ein Hit folgte auf den anderen, man fühlte sich wohl auf der Insel: "Das ist so ein schöner, schöner, schöner Ort."

Ora hatte nicht nur ihren Mann, den neuseeländischen Regisseur und Schauspieler Taika Waititi, nach Wien mitgebracht (der die Show filmte), sondern auch einen Gitarristen, einen Keyboarder, einen Drummer und drei Mehr-als-nur-Backgroundsängerinnen, allesamt gut verdeckt von riesigen Stoffblumen-Gebilden. "Wir halten die Party am Laufen", versprach die in Priština geborene Britin. Das gelang ihr mit der Liedauswahl bestens - vom happy Sommerfeeling bei "Your Song" bis zum Ohrwurm "Praising You", der Adaption des Fatboy-Slim-Klassikers "Praise You".

"Heat" und "Hot Right Now" (im ordentlich gesteigerten Tempo) kündigte Ora, sich fast ständig in Bewegung befindend - mal tanzend, mal lasziv, mal über einen Laufsteg fegend - mit den Worten "I call this the hot section" an. Erster Track enthielt Elemente aus Nellys "Hot In Here": "I am gettin' so hot, I wanna take my clothes off", sang der zu diesem Zeitpunkt ohnehin nur mehr leicht bekleidete Popstar. Schon davor hatte sich Ora ihres Federmantels bei "Body On Me" entledigt - "das ist" schließlich "ein Song, um sich sexy zu fühlen", ließ sie wissen.

Mit "Let You Love Me" und "Anywhere" ging eine solide, von Durchhängern freie, wenn auch nicht spektakuläre und kurze Darbietung in ein starkes Finale. Ora demonstrierte, dass man auch ohne Choreografie und Tanz-Ensemble bei Popshows die Leute bei der Stange halten kann. Stattdessen auf drei die Chefin durchgängig "ergänzende" Sängerinnen zu setzen, erwies sich nicht als Fehler. Auch die Botschaft nach einem kurzen Cover von Chers "Believe" war richtig: Sie ist aus einem Land gekommen, in dem Krieg herrschte, sagte Ora. Trotzdem habe sie es geschafft. Man sollte eben an sich glauben.

(Von Wolfgang Hauptmann/APA)

(S E R V I C E - https://ritaora.com )

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