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Herbert Pixner rockte das Festspielhaus St. Pölten

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Herbert Pixner Project bei den "Amadeus Austrian Music Awards" 2025
©APA, FLORIAN WIESER
Im ausverkauften Festspielhaus St. Pölten hat das Herbert Pixner Projekt gemeinsam mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich am Samstagabend den Auftakt für die "Symphonic Alps Reloaded 2026"-Tournee gefeiert. Der Stilmix aus Elementen von Volksmusik, Jazz, Blues, Pop und Flamenco funktioniert noch immer, auch wenn sich der bombastische Breitwandsound in Verbindung mit gefühligen Klischees von Berg und Natur allmählich zu alpinen Weihespielen auswächst.

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Der Multi-Instrumentalist, Komponist und Großmeister der Fusion liefert großes Kino: Rockige Filmmusik für Dolomiten und Morgenrot, Sagen von König Laurin bis zu den drei Hiatabuam, gespickt mit Anklängen an Tango und Musical. Damit ließen sich ganze "Universum"-Staffeln akustisch ausstatten, auch das Wetterpanorama könnte von der musikalischen Qualität profitieren. Doch Ironie beiseite: Natürlich umgibt sich Pixner mit erstklassigen Musikern, und die Bearbeitungen seiner Kompositionen durch Alex Trebo und Jakob Wagner sind handwerklich perfekt und ergeben hochprofessionelle Arrangements.

Manuel Randi an den Gitarren etwa ist ein ebenso virtuoser wie extrovertierter, bisweilen exaltierter Musiker, der seinem Chef sogar hin und wieder die Show stiehlt. Da blitzt zwischendurch Carlos Santana auf, ein anderes Mal Paco de Lucia, und jedem Ton kommt mimische Bedeutung zu. Pixner hingegen - im Sitzen zwischen Harmonika, Klarinette, Flügelhorn, Trompete, Saxofon, Euphonium und Lamellophon wechselnd - inszeniert sich geradezu distinguiert, eine Art Alpen-Karajan.

Werner Unterlechner am Kontrabass sowie Max Castlunger (Percussion) und Mario Punzl (Drums) sorgen für rhythmische Grundierung. Neu an der Harfe ist Elisabeth Jamnik: Ihr Spiel geht in der großen Besetzung leider völlig unter. Heidi Pixner, bisher beim Projekt fixes Mitglied als Harfenistin, lässt auf ihrer Homepage ausrichten, dass sie Bühnenurlaub nimmt: "Tausche Konzerthäuser mit dem Wald und den Bergen und veröffentliche Harfenmusik aus der Natur, in der Natur, mit der Natur."

Das Tonkünstler-Orchester unter der Leitung von Lorenz C. Aichner webt wacker an Klangteppichen. Ihm kommt eine - wenn auch wesentliche und luxuriöse - Statistenrolle zu: jene des symphonischen Klangfüllers.

Drei Zugaben steigerten die Begeisterung des Publikums zusätzlich. Wobei spätestens beim Hochgeschwindigkeits-Landler - ohne Orchester - klar wurde, dass bei all dem Pathos, dem Aufwand und der Vielfalt an Eklektizismen mittlerweile genau diese Roots zu kurz kommen. Pixner ist ein sensibler und intelligenter Musiker, er weiß und spürt das vermutlich. Im September ist er an drei Abenden unter dem Motto "Almerisch Landlerisch" in kleinen Besetzungen zu seinen Wurzeln zurückgekehrt.

Aber jetzt geht es in die Tournee. Der Mythos der Berge will auch den Flachländlern vermittelt werden. Der Erfolg ist absehbar: Fast alle Veranstaltungen sind ausverkauft. Nach dem Wiederholungskonzert in St. Pölten am (heutigen) Sonntag geht es u.a. nach Linz, Salzburg, München, Graz, Innsbruck, Dresden, Hannover, Bochum, Berlin, zwischendurch in den Großen Musikvereinssaal in Wien und dann zum Finale am 29. November im Wiener Konzerthaus.

(Von Ewald Baringer/APA)

(S E R V I C E - Herbert Pixner Projekt, "Symphonic Alps Reloaded 2026". https://www.herbert-pixner.com/ )

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