Mit „Bagage“ und ihren autobiografischen Romanen wurde die Vorarlbergerin zu einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autorinnen. Erinnerung an einen außergewöhnlichen Menschen.
Über Michael Köhlmeiers bald erscheinendem Roman „Mein privates Glück“ steht an Stelle einer Widmung ein Wort, ein Name: „Monika“, nicht mehr und doch alles.
Monika Helfer ist am 1. August in ihrem Garten mit dem Kopf auf einen Stein gestürzt und tags darauf verstorben. Sie wurde 78 Jahre alt und war einer der bezauberndsten, herzens-anmutigsten Menschen, denen ich je begegnen durfte.
Sie und ihr Mann verkörperten das Liebevolle, zutiefst Ermutigende auch in verheerender Zeit. Dass ihnen nach dem 22. August 2003 noch privates Glück zugedacht war, hatten viele nicht zu hoffen gewagt. An diesem Tag stürzte ihre Tochter Paula während einer harmlosen Wanderung zu Tode. Die gemeine, platte Pointe, die das Schicksal den beiden nun zugedacht hat, würde man schlechtester Literatur zuordnen.
Monika Helfer, die ihr Leben lang geschrieben hatte, wurde in ihrem siebenten Lebensjahrzehnt eine große, großartige Gestalt der deutschsprachigen Literatur. Ihrem Roman „Bagage“ folgten drei weitere autobiografische Titel, deren Intensität und Sprachschönheit Leser und Kritik überwältigten. Wie es jetzt gekommen ist, das könnte einen zur Verzweiflung bringen.
