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Hitler-, Grusel- und Helden-Parodien: Mel Brooks wird 100

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Mel Brooks

©Imago / Zuma Press

Mit Filmen wie „Frühling für Hitler“, „Frankenstein Junior“ oder „Spaceballs“ schrieb Mel Brooks Filmgeschichte. Der Oscar-Preisträger und Meister der Filmparodie denkt noch lange nicht ans Aufhören.

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Vampire, Cowboys, Außerirdische oder Nazis – vor Parodiemeister Mel Brooks ist niemand sicher. Auch mit bald 100 Jahren bringt der Schöpfer von Kultfilmen wie „Frühling für Hitler“ und „Der wilde wilde Westen“ noch zum Lachen. Gut zwei Monate vor seinem runden Jubiläum am 28. Juni verriet Brooks in einem witzigen Video den Titel für die Fortsetzung der Hit-Komödie „Spaceballs“ (1987). „Spaceballs: The New One“ sei genau wie der alte Film – „aber er ist neuer“, witzelte er.

Brooks ist als Produzent und in seiner früheren Rolle als weise Alien-Figur „Yogurt“ dabei. Bei dem Originalfilm hatte er auch Regie geführt. „Spaceballs“, eine witzige Abrechnung mit dem Science-Fiction-Genre, nahm damals Filme wie „Star Wars“ und „Star Trek“ auf die Schaufel. Die Fortsetzung unter der Regie von Josh Greenbaum soll im April 2027 ins Kino kommen.

Gescheiterter Milchbauer

Auf der Plattform X stellte sich Brooks als „Autor, Regisseur, Schauspieler, Produzent und gescheiterter Milchbauer“ vor. Im April 2013 war er dem Kurznachrichtendienst beigetreten, da war das Komiker-Multitalent immerhin schon 86 Jahre alt.

2024 jettete er zur Vergabe der Ehren-Oscars nach Los Angeles. Bei der „Governors Awards“-Gala nahm der damals 97 Jahre alte Komiker die hohe Auszeichnung für sein Lebenswerk entgegen. Ein Jahr zuvor mischte er in einer Gastrolle in der Mystery-Comedy-Serie „Only Murders in the Building“ mit.

Im Juli 2018, kurz nach seinem 92. Geburtstag, reiste Brooks nach London, um dort seine über 40 Jahre alte Westernkomödie „Der wilde wilde Westen“ (1974, auch „Is' was, Sheriff?“, Original: „Blazing Saddles“) zu präsentieren. Die Cowboy-Satire um einen schwarzen Sheriff im Wilden Westen mit Gene Wilder als Revolverheld zählt zu Hollywoods frechsten Slapstick-Streifen.

Will Menschen zum Lachen bringen

„Ich wurde geboren, um Menschen zum Lachen zu bringen, also tue ich das“, sagt Brooks in der zweiteiligen Dokumentation „Mel Brooks: The 99 Year Old Man!“, die im Jänner auf HBO Max Premiere feierte. Der in Brooklyn geborene Melvin Kaminsky, Sohn jüdischer Einwanderer aus Danzig und Kiew, war früh für seinen schrägen Humor bekannt. Sein absurd-klamaukiges Regiedebüt „The Producers“ (1968, „Frühling für Hitler“) um Nazis, Show-Girls und Broadway-Produzenten brachte ihm einen Oscar für das beste Drehbuch ein. 2001 kam „The Producers“ als Broadway-Musical auf die Bühne. Dort wurde die mit zwölf Tony-Trophäen ausgezeichnete Hitler-Parodie zur Sensation.

Alleskönner Brooks gewann im Laufe seiner Karriere auch noch Emmys und Grammys dazu und schaffte es damit in die erlauchte Gruppe von EGOT-Künstlern, die in allen vier Sparten – Fernsehen (Emmy), Musik (Grammy), Film (Oscar) und Theater (Tony) – mit dem jeweils höchsten Preis der Branche ausgezeichnet wurden.

Nichts war vor Brooks sicher. Mit „Frankenstein Junior“ (1974) verulkte er Horrorfilme. Mit dem Klamaukstreifen „Robin Hood – Helden in Strumpfhosen“ parodierte er 1993 Kevin Costners Heldenepos „Robin Hood – König der Diebe“. Für die Vampirfilm-Parodie „Dracula – Tot aber glücklich“ (1995) trat Leslie Nielsen als Vampirfürst vor die Kamera. Gleich drei von Brooks Filmen schafften es auf die Liste des renommierten American Film Institute der 100 witzigsten US-Komödien aller Zeiten: „Der wilde wilde Westen“, „Frühling für Hitler“ und „Frankenstein Junior“.

Sternen-Ehre in Hollywood

2010 wurde Brooks auf dem „Hollywood Walk of Fame“ mit einem Stern verewigt. Zu der Zeremonie auf dem berühmten Gehsteig brachte der vierfache Vater seinen Sohn Max, ebenfalls ein Drehbuchschreiber („World War Z“), aus seiner langjährigen Ehe mit der Schauspielerin Anne Bancroft („Die Reifeprüfung“) mit. Mit der Oscar-Gewinnerin war Brooks von 1964 bis zu ihrem Krebstod im Jahr 2005 verheiratet.

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