ABO

Design in Transition: KI verändert Design und Architektur grundlegend

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
5 min
Artikelbild
©Rizar.Photo

Bei der zweiten Ausgabe von „Design in Transition by Lights of Vienna“ diskutierten führende Expert über die Auswirkungen generativer Künstlicher Intelligenz auf Design, Architektur und kreative Prozesse. Mehr als 80 Gäste verfolgten die hochkarätig besetzte Diskussion im Wiener Bridge Club.

Künstliche Intelligenz im Fokus der Kreativbranche

Unter dem Titel „Generative AI and the New Logic of Form“ lud Lights of Vienna zur zweiten Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Design in Transition“. Im Bridge Club in Wien diskutierten der Architekt und KI-Forscher Matias del Campo, Stararchitekt Boris Podrecca und Industrie-Designer Thomas Feichtner unter der Moderation von Martin Traxl über die tiefgreifenden Veränderungen, die Künstliche Intelligenz derzeit in Architektur, Produktdesign und kreativen Prozessen auslöst.

Im Mittelpunkt standen Fragen nach Kreativität, Autorenschaft und der Rolle des Menschen in einer zunehmend von Algorithmen geprägten Welt.

Zwischen Technologie und Kreativität

Die Diskussion machte deutlich, dass KI längst mehr ist als ein technisches Werkzeug. Sie verändert die Art und Weise, wie Ideen entwickelt, Entwürfe erstellt und Entscheidungen getroffen werden. Gerade in der Lichtgestaltung eröffnen KI-gestützte Prozesse neue Möglichkeiten, räumliche Atmosphären und individuelle Konzepte bereits in frühen Entwicklungsphasen sichtbar zu machen.

„KI erleichtert den Designprozess. Gute Konzepte werden schneller sichtbar, kuratorische Fähigkeiten werden wichtiger, während rein formalästhetische Designzugänge zunehmend beliebiger werden“, erklärte Thomas Feichtner.

Auch Boris Podrecca betonte die Tragweite der Entwicklung: „Generative KI ist eine globale Chance mit ungewissem Ausgang.“

Daten als Schlüssel zur Zukunft

Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Frage nach den Daten, auf denen KI-Systeme basieren. Für Matias del Campo liegt darin eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft: „Die entscheidende Frage ist nicht, ob die Maschine den Gestalter ersetzt. Die entscheidende Frage ist, wem die Daten gehören, mit denen diese Systeme lernen, und welche Kultur sich darin abbildet. Wer die Daten gestaltet, gestaltet das Design von morgen.“

Die Diskussion zeigte zudem, dass KI Produkte und Projekte zunehmend über den gesamten Lebenszyklus begleitet – von der ersten Idee bis zu Fragen der Weiterverwendung und Ressourceneffizienz.

Plattform für den Dialog über die Zukunft

Mit „Design in Transition“ schafft Lights of Vienna eine Plattform für den interdisziplinären Austausch über die Zukunft von Design, Architektur und Kreativwirtschaft. Die zweite Ausgabe machte deutlich, dass technologische Innovation und menschliche Kreativität keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam neue Perspektiven für Gestaltung und Entwicklung eröffnen.

Unter den Gästen befanden sich unter anderem Designer Atil Kutoglu, Künstlerin Elisa Alberti, Ballerina Rebecca Horner, Architekt Boris Podrecca, Designer Thomas Feichtner sowie zahlreiche Vertreter aus Kunst, Kultur, Design und Architektur.

Events der Woche

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER