RTL-Deutschland Geschäftsführer Stephan Schmitter hat bei den Österreichischen Medientagen angekündigt, nach dem Sky-Merger auch die Markenvielfalt der neuen Senderfamilie zu reduzieren. Zuvor hatte der Konzern bereits einen deutlichen Stellenabbau angekündigt.
Nach dem Zusammenschluss von RTL Deutschland und Sky Deutschland zum 1. Juni wird es nach dem bereits erfolgten Stellenabbau auch bei den Marken der neuen Senderfamilie zu Einschnitten kommen. Das kündigte RTL-Deutschland-Chef Stephan Schmitter bei den 33. Österreichischen Medientagen in Wien an, wie das Fachmedium „Horizont“ berichtete.
Aktuell führt der fusionierte Konzern die Marken RTL, RTL+, Sky und Wow parallel weiter, um Kundinnen und Kunden nicht durch zu viele Änderungen auf einmal zu verunsichern. Schmitter hatte zuletzt wiederholt betont, dass die Markenführung ein zentrales Thema sei und Konsumentinnen und Konsumenten die Angebote weiterhin auseinanderhalten können sollen.
Fusion mit Sky betrifft 12,4 Millionen Abos
Der Zusammenschluss von RTL und Sky gilt als eine der größten Zäsuren der deutschen Fernsehlandschaft der vergangenen Jahre und betrifft gemeinsam rund 12,4 Millionen Abonnentinnen und Abonnenten der beteiligten Marken. Bereits im Vorfeld der Fusion hatte RTL Deutschland einen Abbau von rund 600 Stellen angekündigt. Schmitter ist seit 1. Juni sowohl CEO von RTL Deutschland als auch von Sky Deutschland.
Mit Blick auf den österreichischen Markt betonte Schmitter bei den Medientagen die enge Verbundenheit seines Unternehmens zum Land: „Wir sind quasi eine österreichische Firma“, sagte er laut „Horizont“. In Österreich soll der Streamingdienst Wow im Herbst neu gelauncht werden.
