Das Flaggschiff-Magazin des Red Bull Media House soll laut Medienberichten künftig nicht mehr regelmäßig erscheinen, sondern nur noch als Spezialausgabe. Es ist bereits die zweite große Einsparung im Print-Portfolio des Salzburger Medienhauses nach der Einstellung des Buchverlags Ende 2025.
Das Print-Portfolio des Red Bull Media House (RBMH) verkleinert sich weiter. Laut einem Bericht der „Kronen Zeitung“ und Recherchen des „Standard“ soll „The Red Bulletin“, das Flaggschiff-Magazin des Getränkeherstellers, künftig nicht mehr regelmäßig erscheinen, sondern nur noch in Spezialausgaben. Das Salzburger Medienhaus bestätigte den Schritt bislang nicht offiziell.
„The Red Bulletin“ erscheint seit November 2007 und galt lange als Aushängeschild der Red-Bull-Markenwelt: Mit einer Druckauflage von zuletzt rund 270.000 Exemplaren, zwei Millionen Youtube-Abonnentinnen und -Abonnenten sowie 63 Millionen Facebook-Fans zählte das Magazin zu den auflagenstärksten Corporate-Publishing-Produkten Österreichs. Zuletzt erschien es alle zwei Monate, künftig soll es laut Medienberichten nur noch Sonderausgaben geben.
Weiterer Schritt in einem längeren Sparkurs
Die Maßnahme reiht sich in einen längeren Sparkurs im Red Bull Media House ein. Bereits Ende 2025 wurde der hauseigene Buchverlag eingestellt. Weiterhin im Print erscheinen sollen die Magazine „Bergwelten“ und „Servus“, ebenfalls Teil des Red-Bull-Verlagsportfolios. Berichten zufolge soll die Umstellung bei „The Red Bulletin“ auch mit dem Wegfall einiger weiterer Stellen im Medienhaus einhergehen.
Das Red Bull Media House wurde 2007 von Firmengründer Dietrich Mateschitz zur Bündelung der Medienaktivitäten des Konzerns gegründet und hat seinen Sitz in Wals-Siezenheim bei Salzburg. Neben den Print-Marken umfasst das Portfolio unter anderem den Sender ServusTV, das Sportportal Speedweek sowie einen der reichweitenstärksten österreichischen YouTube-Kanäle.
