Rund 200 Einreichungen, zehn Kategorien und ein ungeplanter Feueralarm: Beim Goldenen Hahn 2026 zeichnete die niederösterreichische Werbewirtschaft in der Stadthalle Ybbs ihre besten Arbeiten des Jahres aus. Durch den Abend führte Dirk Stermann, Juryvorsitzender Jason Romeyko forderte mehr Mut von der Branche.
Am 15. September 2026 wurde die Stadthalle Ybbs zum Treffpunkt der niederösterreichischen Kreativ- und Kommunikationsbranche. Zum 48. Mal vergab die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Niederösterreich den Landeswerbepreis Goldener Hahn. Rund 200 Arbeiten waren für die diesjährige Ausgabe eingereicht worden.
Unter dem Motto „Echt.Gold.Wert“ standen die Qualität kreativer Arbeit und deren wirtschaftlicher Stellenwert im Mittelpunkt. In zehn Kategorien wurden jene Projekte ausgezeichnet, die die Jury hinsichtlich Idee, Umsetzung und gestalterischer Qualität überzeugen konnten.
Jason Romeyko fordert mehr Mut
Eine Premiere gab es bereits vor der eigentlichen Preisverleihung. Erstmals startete der Goldene Hahn mit einem Round Table. Juryvorsitzender und Creative Director Jason Romeyko sprach dabei über internationale Entwicklungen in Werbung und Kommunikation.
Neben Lob für die eingereichten Arbeiten richtete er auch einen Appell an die Branche. Es brauche mehr Mut, neue Ideen tatsächlich umzusetzen. Gerade vor dem Hintergrund neuer Technologien und des zunehmenden Einsatzes künstlicher Intelligenz bleibe die kreative Idee ein entscheidender Faktor für erfolgreiche Kommunikation.
Durch die anschließende Gala führte Dirk Stermann.
Zehn Arbeiten holen Gold
Zu den mit einem Goldenen Hahn ausgezeichneten Projekten gehörten:
Hofer Media GmbH & Co KG mit „Der unsichtbare Garten und die Schwammstadt“ für die Gartenbauschule Langenlois
message Marketing- & Communications GmbH mit „Korneuburg Shopping-Events: Eine Stadt. Acht Erlebnisse.“ für das Stadtmarketing Korneuburg
Q2E GmbH Online-Agentur mit „Wenn Studierende ihre Uni gestalten.“ für die New Design University Privatuniversität GesmbH
Neulicht Film mit „Kipppunkte: Bevor die Schieflage normal wird“ für die Initiative Claw
clicksgefühle GmbH & Co KG mit „Leistungsschau 2025“ für das Bundesministerium für Landesverteidigung
basically us Kreativ Kollektiv OG mit „Showroom mit Mural-Wandgestaltung“ für Kores GmbH
attack werbeagentur mit „Klarheit Packaging“ für myProduct GmbH
oya mit „Pichler: Was bleibt, wird schöner.“ für Raumgestaltung Pichler
Atelier Baldrian & Hackel OG mit „In der Vielfalt wächst das Wunderbare“ für eine in Eigenwerbung entwickelte Wildblumenmischung
FALKEmedia GmbH mit „Raif for second life“ für die Raiffeisenbank Ybbstal eGen
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Neben den Gewinnerinnen und Gewinnern wurden auch die weiteren Finalisten des Wettbewerbs gewürdigt. Damit stellte die Fachgruppe nicht nur die Siegerprojekte, sondern die gesamte Bandbreite der nominierten Arbeiten in den Mittelpunkt.
Kreativität zwischen KI und wirtschaftlichem Druck
Inhaltlich beschäftigte die Branche an diesem Abend vor allem der technologische Wandel. Künstliche Intelligenz war sowohl in Gesprächen als auch auf der Bühne ein wiederkehrendes Thema. Wolfgang Kessler, stellvertretender Fachgruppenobmann und Projektleiter des Goldenen Hahn, verwies dabei auf die menschliche Arbeit hinter den ausgezeichneten Projekten.
Kreativität entstehe weiterhin durch Ideen, Diskussionen und intensive Entwicklungsarbeit. Der Wettbewerb solle genau diese Leistung sichtbar machen.
Auch Fachgruppenobmann Andreas Kirnberger betonte den wirtschaftlichen Stellenwert professioneller Kommunikation. Der Goldene Hahn zeige aus seiner Sicht, welche Qualität und Vielfalt in der niederösterreichischen Kreativwirtschaft vorhanden seien.
Abseits der Preisverleihung diente der Galaabend erneut als Branchentreffpunkt. Agenturen, Kreative, Auftraggeber sowie Vertreter aus Wirtschaft und Medien nutzten die Veranstaltung in Ybbs für Austausch und Networking. Damit blieb der Goldene Hahn auch bei seiner 48. Ausgabe nicht nur Leistungsschau, sondern zugleich Treffpunkt der niederösterreichischen Kommunikationsbranche.

