Lukas Mraz über das Kochen zu Hause, Pizza aus dem eigenen Ofen und warum Köche privat nicht ständig am Herd stehen.
Was kochen Sie, wenn sie niemandem etwas beweisen müssen?
Ich würde zu Hause nie versuchen zu beweisen, dass ich ein Sternekoch bin. Da mag ich es einfach. Ich liebe Pizza aus dem eigenen Ofen, mache gerne Sushi oder Pasta, auch einen ganzen Braten. Eigentlich habe ich erst angefangen, zu Hause zu kochen, als ich Kinder bekommen habe. Davor war mein Kühlschrank meistens leer – ich hätte ihn gar nicht gebraucht. Ich sage immer: Das Schlimmste ist, wenn man sich das romantische Zusammensein mit Köchen oder Köchinnen so vorstellt, dass sie zu Hause ständig kochen. In Wahrheit sind sie fünf Tage die Woche abends nicht da und wollen am Wochenende meistens auch nicht mehr kochen.

Steckbrief
Lukas Mraz
Lukas Mraz stammt aus einer Gastronomenfamilie. Mit 14 begann er seine Ausbildung, später lernte er bei Spitzenköchen wie Jean-Georges Klein, Jonnie Boer und Joachim Wissler. Mit 25 übernahm er die Küche des Berliner Restaurants Cordobar und entwickelte dort seinen eigenständigen Stil. Seit 2017 führt er mit seinem Vater Markus Mraz das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant Mraz & Sohn in Wien.
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 36/2026 erschienen.
