Adi Kulterer
©Tanja & Josef PhotographyIm Podcast „Kärnten ungefiltert“ erklärt Caterer Adi Kulterer, warum gesunde Ernährung für ihn eine gesellschaftliche Verantwortung ist und weshalb Vertrauen und Loslassen zu den wichtigsten Lektionen seiner Laufbahn zählen.
Seit 50 Jahren versorgt Adi Kulterer mit seiner Feinen Küche Kulterer Kindergärten, Unternehmen und private Feiern in Kärnten. Im Podcast „Kärnten ungefiltert“ spricht der Klagenfurter Caterer über regionale Lebensmittel, gesunde Ernährung, Mitarbeiterführung und die Herausforderungen seiner unternehmerischen Laufbahn.
Weniger Salz und Zucker
Kulterer setzt auf frische Zutaten aus der Region und eine Küche ohne Glutamat und Geschmacksverstärker. Langjährige Partnerschaften mit heimischen Produzenten sichern die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln. Für die Produktion von rund 70 Tonnen Kartoffeln pro Jahr benötigt das Unternehmen beispielsweise eine Anbaufläche von zweieinhalb Hektar.
Auch bei der Verpflegung von Kindern sieht Kulterer eine besondere Verantwortung. Das Unternehmen ist Mitglied der Initiative „Gesunde Küche“ und setzt unter anderem auf weniger Salz und Zucker. Gerichte, die bei den Kindern trotz wiederholter Versuche nicht ankommen, werden aus dem Speiseplan genommen.
Der Umgang mit den Mitarbeitern
Ein zentrales Anliegen ist für Kulterer auch die Entlastung seiner Mitarbeiter. Durch optimierte Abläufe, eine Klimaanlage in der Küche und klare Regeln zur Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit soll der Arbeitsalltag verbessert werden.
Bei der Führung setzt er auf Gespräche, Eigenverantwortung und Wertschätzung. Seine eigene Rolle sieht er heute vor allem darin, Abläufe weiterzuentwickeln und Probleme zu lösen. Die operative Verantwortung hat er weitgehend an seine Prokuristin Doris Kaiser übergeben.
Was einen Betrieb nicht umbringt …
Krisen prägten die Unternehmensgeschichte: Bereits 2008 und 2015/16 stand der Betrieb nach eigenen Angaben beinahe vor der Pleite. Während der Corona-Pandemie sank die Auslastung auf zehn Prozent. Dennoch lieferte das Unternehmen weiterhin Essen an Betreuungseinrichtungen und unterstützte damit auch Familien von Beschäftigten in systemrelevanten Berufen.
