Christian Kohlmayer
©Rene Strasser24-Stunden-Betreuung, Fachpflege und finanzielle Fragen: Humanocare-Homecare-CEO Christian Kohlmayer erklärt im Podcast „Kärnten ungefiltert“, warum Familien Pflege früh planen sollten und welche Unterstützung zu Hause möglich ist.
Die Betreuung älterer oder kranker Menschen stellt viele Familien vor organisatorische, finanzielle und persönliche Herausforderungen. Christian Kohlmayer, Geschäftsführer der Humanocare Homecare Group, spricht im Podcast „Kärnten ungefiltert“ über 24-Stunden-Betreuung, Fachpflege und die Frage, warum Unterstützung möglichst früh organisiert werden sollte.
Bedürfnisse der gesamten Familie berücksichtigen
Viele Angehörige seien auf plötzlich eintretende Situationen wie einen Schlaganfall nicht vorbereitet. Dabei sei die 24-Stunden-Betreuung nur ein Teil des Unterstützungsangebots. Fachpflege könne etwa für Verbandswechsel oder andere pflegerische Tätigkeiten stundenweise hinzukommen. Betreuungskräfte übernehmen dagegen Tätigkeiten im Haushalt, Kochen, Aufräumen, Begleitung bei Spaziergängen oder einzelne delegierte Aufgaben.
Kohlmayer plädiert dafür, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen. Nicht immer müsse sofort eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung organisiert werden. Auch stundenweise Betreuung oder Fachpflege könne ein Einstieg sein. Wichtig sei zudem, die Bedürfnisse der gesamten Familie zu berücksichtigen und Fragen zu Wohnsituation, Finanzierung und möglichen Pflegeplätzen rechtzeitig zu klären.
Persönliche Ansprechpartner
Eine besondere Herausforderung sei das Zusammenleben mit einer zunächst fremden Betreuungskraft. Humanocare setzt deshalb auf persönliche Ansprechpartner, die zwischen Familien und Betreuungskräften vermitteln. Die meisten Betreuungskräfte kommen aus EU-Ländern wie Rumänien, Kroatien, der Slowakei, Bulgarien oder Ungarn und sind im Regelfall vier Wochen von zu Hause weg.
Mit „Kerli“ hat die Unternehmensgruppe zudem ein Angebot für Fachpflege aufgebaut. Selbstständige diplomierte Pflegekräfte sollen dabei flexibler arbeiten können. Die Betreuung und Pflege zu Hause werde angesichts des demografischen Wandels künftig weiter an Bedeutung gewinnen, sagt Kohlmayer. Zugleich werde es nicht die eine Lösung geben: „Es wird viele Lösungen brauchen.“
