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So halten Sie sich mit Sport auch im Winter fit

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Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung
©APA, dpa-tmn, Zacharie Scheurer
Gerade im Winter braucht unser Immunsystem einen kräftigen Booster. Also rein in die Turnschuhe und raus ins Freie! Bewegung an der frischen Luft ist jetzt genau das Richtige, um gesund zu bleiben. Lesen Sie hier, welche positiven Effekte Kälte haben kann und was Sie im Winter beim Outdoor-Sport beachten sollten.

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Kälte kann die Zahl der weißen Blutkörperchen erhöhen. Sie tragen zu einem starken Immunsystem bei und versetzen den Körper in die Lage, krankmachende Keime und Bakterien erfolgreich abzuwehren. Die Wahrscheinlichkeit für beispielsweise eine Erkältung sinkt. Bei Menschen ohne Vorerkrankungen können sich Minustemperaturen daher positiv aufs Immunsystem auswirken, so der Allgemeinmediziner Prof. Michael Freitag. Ob Minustemperaturen gesund seien oder nicht, lasse sich aber nicht pauschal sagen, sagt Freitag. Das hängt nicht zuletzt davon ab, ob jemand bestimmte Erkrankungen hat, etwa Rheuma oder Arthrose.

"Sport bei Kälte ist für gesunde Menschen in aller Regel überhaupt nicht gefährlich", sagt Sportwissenschaftler Prof. Ingo Froböse. Gerade Joggen, Fahrradfahren oder Fußballspielen an frischer Luft stärken die Abwehrkräfte. Das gilt auch in der kalten Jahreszeit. Außerdem fühlen Sie sich durch Sport mental ausgeglichener. Regelmäßiges Ausdauertraining wie Laufen oder Radfahren - mindestens dreimal die Woche 20 bis 30 Minuten - hat laut Freitag bereits positive Effekte.

Sporttreiben bei Minustemperaturen kann aber anstrengender sein als im Frühjahr, Sommer oder Herbst. "Der Organismus muss im Schnitt etwa zehn Prozent mehr Energie aufwenden als regulär", erklärt Froböse. Denn er muss sich warmhalten und den Unterschied zwischen Luft- und Atemtemperatur ausgleichen. So vermeiden Sie laut Froböse Verletzungen und Unfälle bei Kälte:

Wichtig: Wer untrainiert oder über 60 Jahre alt ist, sollte auf Sport im Freien bei Minustemperaturen verzichten.

Keine Frage: Ist es draußen kalt und ungemütlich, fällt es schwer, sich aufzuraffen. Es gibt jedoch Tricks, mit denen Sie sich überlisten können. Diese fünf Motivationshilfen haben sich bewährt:

Morgens ist es in der Regel am kältesten. Dann sollten Sportler einen Blick auf das Thermometer werfen: Bei Temperaturen von um die minus zehn bis minus 15 Grad Celsius rät Froböse vom Joggen und Radfahren ab. "Dann ist die Lufttemperatur definitiv zu kalt."Die kalte Luft reizt die Lunge, was sich in einem brennenden Gefühl äußern kann. Die Folge davon ist mitunter Reizhusten, der lästig und auch schmerzhaft sein kann. An einem durchschnittlichen Wintertag ist die Zeit zwischen 14.00 und 16.00 Uhr am wärmsten", sagt Froböse.

Eine Grundregel lautet: "Es bloß nicht übertreiben mit dem Trainieren", sagt Froböse. Extreme Belastungen gilt es zu vermeiden, um die Atemwege nicht unnötig zu reizen. Ideal sind ruhige Ausdauersportarten, bei denen Sie Ihren Körper gleichmäßig belasten. Dazu zählen etwa:

Sie haben leicht reizbare Atemwege oder Vorerkrankungen wie Asthma? Trainieren Sie bei extremer Kälte besser nicht an der frischen Luft, sondern drinnen - im Fitnessstudio.

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. "Wichtig ist eine Kopfbedeckung beim Training im Freien", sagt Froböse. Denn über den Kopf geht die meiste Wärme verloren. Also Haube auf! Alternativ schützt auch ein Stirnband, das über die Ohren geht.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Zacharie Scheurer/Zacharie Scheurer

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