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Das Team war bei einer anderen Feldstudie auf die beiden Tiere aufmerksam geworden und wunderte sich, dass der Esel keine Abwehrreaktionen zeigte, als der Bulle ihn besprang. Es beobachtete schließlich 51 solcher Interaktionen innerhalb von 14 Tagen. "Was uns wirklich aufhorchen ließ, war, dass diese Interaktionen in eine sehr selektive und beständige soziale Beziehung zwischen den beiden eingebettet waren", sagte Co-Autorin Elisabetta Palagi.
"Sie suchten wiederholt Nähe zueinander und zeigten viele verschiedene freundschaftliche Verhaltensweisen wie Lecken, Reiben und Anstupsen neben dem wiederholten Aufsteigen", ergänzte Erstautor André da Cruz. Der Esel und der Bulle lebten im Beobachtungszeitraum im März 2026 auf einem Hochplateau in Äthiopien, gehörten unterschiedlichen Besitzern und sahen sich nur während der Zeit auf der Weide.
Nach Bewertung des Forschungsteams war das ungewöhnliche Sexualverhalten Teil einer sozialen Beziehung zwischen Achille und Patroclo. Die Beobachtungen könnten Hinweise für das Verständnis von Sexualverhalten als soziales Merkmal geben, jenseits der Rolle bei der Fortpflanzung, hieß es. Um die Frage nach der genauen Funktion zu beantworten, sei weitere Forschung notwendig. Möglicherweise gehe es darum, soziale Bindungen aufrechtzuerhalten und bzw. oder Spannungen abzubauen.
(S E R V I C E - Aufsatz von 2009 in "Science Daily" (auf Englisch) unter https://go.apa.at/axEhSJz8, Aufsatz 2026 "A socio-sexual bond between a bull and a male donkey" (auf Englisch) https://go.apa.at/IcZzlJFO)
PISA - ITALIEN: FOTO: APA/André B. da Cruz/André B. da Cruz
