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Sprache hat Macht. Viele schalten ab, wenn sie das Wort "gesund" hören. Weil damit automatisch verbunden ist, dass es auch Dinge gibt, die einen krank machen. Das kann Angst auslösen. Abgesehen davon ist gesunde Ernährung immer mit einem Appell verbunden: Ernähre dich endlich gesund. Das klingt nach Verzicht und Einschränkung, es macht schlechte Laune.
Hilfreich ist eher die Frage: Welche Ernährung tut mir gut? Dafür gibt es zwar viele allgemeine und auch vernünftige Ratschläge. Aber die Antwort sieht bei jedem etwas anders aus. Tipp: Schreiben Sie eine Woche lang auf, was Sie essen und wie Ihnen das jeweils bekommt. Fühlen Sie sich hinterher gut, entspannt und leistungsstark? Welches Essen fühlt sich schlecht an? Auf diese Weise beginnt das Umdenken: Gute Ernährung ist keine Verpflichtung, sondern etwas, das Sie für sich selbst tun.
Besser nicht nebenbei am Laptop essen, sondern sich eine halbe Stunde Zeit nehmen für die Mahlzeit. Die Ernährungsberaterin Rebecca Kunz empfiehlt: "Nehmen Sie das Essen einmal bewusst mit allen Sinnen wahr: riechen, schmecken, fühlen, anschauen." Essen Sie bewusst langsam. Nehmen Sie kleine Bissen und kauen Sie Ihr Essen gut. Obst und Gemüse zum Beispiel entfalten ihren Geschmack erst dann so richtig. Wird mehr Speichel produziert, tut das außerdem dem Magen gut.
Genießen hat mit Wertschätzung zu tun. In der Überflussgesellschaft der heutigen Zeit gerät das oft in Vergessenheit. Zu einem achtsamen Essen gehört auch, dass man es auf dem Teller hübsch arrangiert. Das Auge isst bekanntlich mit.
Es macht Freude, zusammen mit anderen zu essen. Dabei kommt es nicht so sehr darauf an, was wir essen. Die Gemeinschaft zählt. Wer Familie hat, kann sich ganz bewusst mit allen zum Essen an den Tisch setzen. Singles können sich mit Freundinnen und Freunden zum Essen verabreden. Wenn die Gemeinschaft schon beim Kochen beginnt, umso besser.
Ein gutes Essen in geselliger Runde beginnt schon mit der Planung. Am besten setzt man sich gemeinsam zusammen und überlegt: Was wollen wir nächste Woche kochen? Wo kaufen wir entspannt ein? Wer sich Anleitung wünscht, kann gemeinsam mit Freundinnen und Freunden einen Kochkurs besuchen. Oder allein gehen und neue Leute kennenlernen. Kochschulen oder auch Restaurants und Geschäfte bieten Kurse an.
Sicher, ständig nur Snacks zu essen, ist auf Dauer nicht gesund. Aber wir haben vielleicht auch nicht jeden Tag Zeit für drei vollwertige Mahlzeiten. Dann müssen die richtigen Snacks her. "Ich empfehle, ein Sackerl Nüsse oder ein Stück Obst oder Gemüse dabeizuhaben", sagt Ernährungsberaterin Bettina Jagemann. "Es kann auch eine Scheibe Brot sein mit einer Scheibe Käse und einem Salatblatt drauf."
Tipps für den schnellen Snack unterwegs:
Sie sind eher Kochmuffel und haben wenig Freude daran, sich zu Hause an den Herd zu stellen und neue Rezepte auszuprobieren? Kein Problem. Auch Fertiggerichte lassen sich ohne viel Aufwand gesund aufpeppen. Wer das Essen etwa mit frischem Gemüse anreichert, profitiert gleich doppelt: Mit unwesentlich mehr Kalorien macht das Gericht noch einmal satter, und der Körper bekommt gleichzeitig mehr Nährstoffe.
Tipp: Kaufen Sie sich einen fertigen Salat, zum Beispiel aus Couscous oder Bulgur. Darunter mischen Sie eine Handvoll Rohkost wie Eisbergsalat, Tomate und Gurke. Oder Sie belegen eine Tiefkühlpizza zusätzlich mit Tiefkühlgemüse. Mit dem Gemüse können auch Fertigsoßen für Nudeln und Dosensuppen angereichert werden.
Wer Fertiggerichte kauft, sollte sich die Zeit nehmen und auf die Zutatenliste schauen. Je weniger Zutaten, desto besser. "Ist die Zutatenliste sehr lang und verstehen Sie vielleicht das meiste davon nicht, ist das nie gut", sagt Jagemann. Nicht alles, was ungesund klingt, muss auch schlecht sein. Beispiel Pommes - die bestehen nur aus Kartoffeln und Sonnenblumenöl. "Pommes werden zum Problem, indem sie Fett saugen, und das passiert in der Fritteuse", erklärt Jagemann. Die Lösung ist einfach: Bereiten Sie Fertigpommes einfach auf dem Blech im Ofen zu.
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